Ein halbes Jahrhundert Volksfest und Messe in Waldhausen
Vor fünfzig Jahren, nach der Eröffnung des Badesees 1973, reifte in Waldhausen die Idee, ein Volksfest zu etablieren. Heute blicken die beiden noch lebenden Gründungsmitglieder, Karl Grufeneder und Leopold Schachenhofer, auf die Anfänge zurück und betonen die nachhaltige Bedeutung dieser Veranstaltung für die Gemeinde und die Region.
„Wir sind schon ein wenig stolz, dass die damalige Idee eines Volksfestes umgesetzt wurde, bis heute eine Erfolgsgeschichte ist und auch künftig sein wird“,
Als Impulsgeber nannte die Berichterstattung den damaligen Gastwirt Hans Docsek. Unterstützung fanden seine Pläne beim Musikverein und dem Kameradschaftsbund: Musikvereinsobmann war damals Ernst Astleitner, die Leitung des Kameradschaftsbundes lag bei Franz Furtlehner. In den ersten Stunden packten insbesondere der junge Lehrer und Musikvereinler Karl Grufeneder sowie der spätere Obmann-Stellvertreter des Kameradschaftsbundes Leopold Schachenhofer mit an und prägten das Volksfest und die Messe über Jahrzehnte.
Von der Idee zum festen Bestandteil
Ursprünglich war ein Start bereits für 1975 geplant, doch fehlte damals ein geeigneter Platz. So konnte das erste Volksfest erst 1976 auf dem Gelände durchgeführt werden, das heute Kindergarten und Therapiezentrum beherbergt. Dort traten bei der Eröffnung unter anderem die Seetaler Buam (gegründet von Franz Rosenthaler) unter der Leitung von Karl Grufeneder sowie die weitbekannten Spitz-Buam aus Waldhausen auf.
Der ursprüngliche Standort blieb 20 Jahre lang in Benutzung, ehe es zu einem Wechsel kam. Fachliche Begleitung für Festzelt und Vergnügungspark sicherte damals Herbert Deisenhammer.
Bedeutung für die Region und Perspektiven
Karl Grufeneder fungierte 25 Jahre als Messeobmann. Leopold Schachenhofer trug über Jahrzehnte Verantwortung für den Viehmarkt, dessen Wiederbelebung aktuell angestrebt wird. Für die Menschen im Bezirk bedeuten diese Funktionen mehr als organisatorische Titel: Sie stehen für Kontinuität in der Veranstaltungsplanung, Netzwerkpflege lokaler Vereine und ökonomische Effekte für Gastronomie und Betriebe während der Festtage.
- Gründungsimpuls: Hans Docsek nach Eröffnung des Badesees 1973
- Erstes Volksfest: 1976 auf dem Gelände des heutigen Kindergartens/Therapiezentrums
- Langfristige Organisation: Karl Grufeneder (25 Jahre Messeobmann), Leopold Schachenhofer (Viehmarkt-Verantwortung)
Praktische Informationen und Ausblick
Die Tradition des Volksfestes wirkt lokal verbindend: Vereine liefern musikalische Programmpunkte, Gastronomie und Schausteller sorgen für Angebot und Wirtschaftskraft. Die von den Gründern genannten Strukturen – Kameradschaftsbund, Musikverein, private Betreiber des Festzelts – bilden weiterhin die organisatorische Basis. Die Hinweise zur Wiederbelebung des Viehmarktes signalisieren, dass die Veranstalter nicht nur auf Bewährtes setzen, sondern auch bestehende Angebote für heutige Bedürfnisse prüfen.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1973 | Eröffnung des Badesees; Impuls zur Volksfest-Idee |
| 1976 | Erstes Strudengauer Volksfest auf heutigem Kindergarten-/Therapiegelände |
| 20 Jahre | Dauer des ersten Standorts |
Für Besucherinnen und Besucher im Bezirk Perg bedeutet das Jubiläum nicht nur Rückblick, sondern konkrete Anknüpfungspunkte: Programmplanung, wirtschaftliche Chancen für lokale Betriebe und die Möglichkeit, traditionelle Veranstaltungen wie den Viehmarkt zu erneuern. Die Erinnerung der Gründungsmitglieder unterstreicht, dass der Erfolg des Volksfestes auf der Zusammenarbeit von Vereinen, Gastronomie und engagierten Ehrenamtlichen basiert – eine Basis, die auch künftige Herausforderungen tragen soll.
Die dokumentierten Namen und Zeitangaben geben einen überprüfbaren Rahmen für die regionale Erinnerungskultur. Weitere Details zu den aktuellen Jubiläumsveranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten der Bevölkerung wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.