Eine Serie von Einbrüchen im nördlichen Teil des Strudengaus hat in den vergangenen Wochen in mehreren Gemeinden des Bezirks Perg für große Verunsicherung gesorgt. Betroffen waren unter anderem Waldhausen, Dimbach, Pabneukirchen, Bad Kreuzen und Grein. Laut Polizeimeldungen wurden Freizeiteinrichtungen, Firmen und Baustellen als Tatorte genannt; nähere Details zu einzelnen Fällen werden im Interesse laufender Ermittlungen nicht veröffentlicht.
Was die Zahlen sagen
Bereits vorab dokumentierte Statistiken belegen, dass Eigentumsdelikte im Bezirk eine spürbare Größe darstellen: Für 2024 liegt die Rate bei 14,49 Straftaten gegen fremdes Vermögen pro 1.000 Einwohner. Bei rund 70.000 Einwohnern im Bezirk ergibt das rechnerisch etwas mehr als 1.000 Straftaten gegen fremdes Vermögen.
Aus nationaler Sicht nennt die Polizei- und Kriminalstatistik für 2025 folgende Werte:
| Indikator | Wert (2025) |
|---|---|
| Anzeige von Straftaten im Bereich Eigentumskriminalität | 163.685 |
| Insgesamt angezeigte Einbruchsdiebstähle | 64.371 |
| Einbrüche in Wohnungen | 6.828 |
| Aufklärungsquote (Eigentumskr.) | 30,4 % |
| Aufklärungsquote (Einbruchsdiebstahl) | 20,6 % |
Konkrete Handlungsempfehlungen
Die Bezirkspolizeistation informiert, dass jede Anzeige sorgfältig geprüft wird und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden. Die Polizei nennt für Hinweise die Telefonnummer 059133.
- Beobachtungen von Personen, die Gebäude oder Baustellen auskundschaften, sofort melden.
- Wertgegenstände nicht offen lagern, Baustellen sichern (Zäune, Beleuchtung, Abschließbarkeit von Containern).
- Privatwohnungen mit sicheren Schlössern und gegebenenfalls Zusatzsicherungen ausstatten; bei längerer Abwesenheit Nachbarn informieren.
- Beweismittel wie Fotos von Sachschäden aufbewahren und Tatzeiten notieren.
Auswirkung vor Ort
Für Gemeinden und Gewerbetreibende im Strudengau bedeuten die Vorfälle nicht nur finanziellen Schaden, sondern vor allem einen Anstieg des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung. Betreiber von Freizeiteinrichtungen und Baustellen stehen vor der Herausforderung, präventive Schutzmaßnahmen zu verstärken und gleichzeitig den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die örtlichen Gemeindeverwaltungen sind angehalten, im Austausch mit der Polizei mögliche koordinierte Präventionsschritte zu prüfen.
Die polizeilichen Hinweise und die regionalen Zahlen zeigen: Während die Aufklärungsquoten in manchen Bereichen gestiegen sind, bleibt Eigentumskriminalität eine relevante Belastung für Gemeinden und Betroffene. Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung, um Hinweise zu sammeln und die Ermittlungen zu unterstützen.