Die niederösterreichischen Grünen haben am Wochenende bei einem Lokalaugenschein in der Bezirkshauptstadt scharfe Kritik an der künftigen Ausrichtung der Gesundheitsversorgung im Bezirk Gänserndorf geübt. Im Zentrum der Beanstandungen steht der geplante Wegfall des Notarztstützpunktes in Groß-Enzersdorf sowie die nach Ansicht der Grünen künftig eingeschränkte Erreichbarkeit des Medizinischen Zentrums in der Bezirkshauptstadt.
Wer hat die Kritik vorgetragen
An dem Lokalbesuch nahmen die Landessprecherin Helga Krismer und der Grünen-Landtagsabgeordnete Georg Ecker teil; als Bezirkssprecherin ist in Bildunterlagen zudem Beate Kainz genannt. Die Delegation machte ihre Befürchtungen gegenüber dem „Gesundheitsplan 2040+“ öffentlich.
„Schleichender Tod, Chaos“
Kritikpunkte und örtliche Bedeutung
Die Grünen sehen zwei Kernprobleme: Erstens die Aufgabe eines lokalen Notarztstützpunktes in Groß-Enzersdorf, zweitens die erwartete Reduktion der Verfügbarkeit des Medizinischen Zentrums in der Bezirkshauptstadt. Aus Sicht der Partei würden dadurch die Reaktionszeiten in Notfällen verlängert und die ambulante Versorgung pikanter für Patientinnen und Patienten in Stadt und Gemeinden des Bezirks, so die Argumentation.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Gänserndorf sind solche Änderungen relevant, weil sie die Erreichbarkeit von Notfall- und fachärztlicher Versorgung beeinflussen. Ein Wegfall lokaler Infrastruktur kann vor allem für ältere Menschen, Pendlerinnen und Pendler ohne private Mobilität sowie für Bewohner entlegener Gemeindeteile zu längeren Wegen und Wartezeiten führen.
Was bisher bekannt ist
- Die Grünen kritisieren den Gesundheitsplan 2040+ und sehen die Versorgung im Bezirk bedroht.
- Geplante Schließung des Notarztstützpunktes in Groß-Enzersdorf wurde als zentrales Problem genannt.
- Die eingeschränkte Verfügbarkeit des Medizinischen Zentrums in der Bezirkshauptstadt ist weiterer Kritikpunkt.
Konkrete Entscheidungen, Termine für Schließungen oder alternative Versorgungsmodelle wurden in den zur Verfügung stehenden Informationen nicht genannt. Ebenso fehlen bisher Angaben vonseiten des Landes oder der zuständigen Gesundheitsbehörden zur Begründung solcher Strukturmaßnahmen oder zu begleitenden Sicherheitsvorkehrungen.
Ausblick und Informationsbedarf
Für die betroffene Bevölkerung sind nun mehrere Punkte von besonderem Interesse: Welche Fristen gelten für die geplanten Änderungen? Gibt es Ersatzkonzepte (zum Beispiel veränderte Notarzt-Standorte, verstärkte Kooperation mit umliegenden Kliniken oder Ausbau mobiler Notfallteams)? Wie werden Fahrzeiten und Erreichbarkeiten bewertet? Antworten auf diese Fragen stehen derzeit aus und wären für eine verlässliche Beurteilung der Lage notwendig.
| Akteur | Rolle |
|---|---|
| Helga Krismer | Landessprecherin der Grünen |
| Georg Ecker | Grüner Landtagsabgeordneter |
| Beate Kainz | Bezirkssprecherin (Bildangabe) |
Die kritische Stellungnahme der Grünen macht den politischen Diskussionsbedarf in Niederösterreich deutlich. Bis auf weiteres empfiehlt es sich für Betroffene und Gemeinden, die Kommunikation mit der Bezirkshauptmannschaft, dem zuständigen Landesressort und den regionalen Rettungsorganisationen zu suchen, um konkrete Informationen zu Zeitplänen und Übergangsregelungen zu bekommen.
Die Redaktion wird Entwicklungen in diesem Thema weiter verfolgen und über bestätigte Entscheidungen und mögliche Ausgleichsmaßnahmen berichten.