Feuer außer Kontrolle: Lagerhalle brennt
In Neunkirchen-Wellesweiler bekämpfen Feuerwehrleute seit dem frühen Nachmittag einen Großbrand in einer Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebs. Nach Angaben der Einsatzkräfte steht die Halle, in der unter anderem Spraydosen gelagert beziehungsweise recycelt werden, in Vollbrand. Immer wieder kommt es zu kleineren Explosionen, wodurch Teile aus der Halle geschleudert werden.
Großaufgebot und Gefahrenlage
Mehrere Hundert Feuerwehrleute sind nach offiziellen Angaben im Einsatz. Das Brandgeschehen wird derzeit von außen bekämpft, weil die Situation in der Halle zu gefährlich für direkten Einsatz ist. Neben den Löschzügen wird ein vollautomatischer Löschroboter eingesetzt. Die Lage vor Ort wird weiterhin als unübersichtlich beschrieben; es ist noch nicht gesichert, ob Personen verletzt wurden.
- Alarmzeit: gegen 13:30 Uhr
- Einsatzmittel: hunderte Feuerwehrleute, Löschroboter
- Gefahren: starke Rauchentwicklung, kleinere Explosionen, umherfliegende Trümmer
Auswirkungen auf Anrainer und Verkehr
Wegen der starken Rauchentwicklung gelten konkrete Vorsichtsmaßnahmen: Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Betroffene Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer Straßen mussten ihre Häuser und Wohnungen zunächst verlassen. Straßen im Gewerbegebiet, unter anderem die Straße Im Langenthal, sind derzeit gesperrt.
| Betroffener Bereich | Auswirkung |
|---|---|
| Gewerbegebiet Wellesweiler | Großbrand, Sperren |
| Wohnstraßen in der Nähe | Evakuierungen, Aufenthaltsverbot empfohlen |
| Weiträumige Umgebung | starke Rauchentwicklung, Fenster/Türen schließen |
Beurteilung und Hinweise für die Bevölkerung
Die sichtbare Rauchsäule wurde teils in sehr großer Höhe beobachtet; Meldungen sprechen von weit sichtbaren schwarzen Rauchwolken. Die Führungs‑ und Lagezentrale der Polizei meldete zahlreiche Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger. Die Einsatzleitung setzt Prioritäten auf die Eindämmung des Feuers und den Schutz umliegender Waldflächen und Betriebe. Bis zum Abschluss der Löscharbeiten sollten Anwohnerinnen und Anwohner den Bereich meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.
Konkrete Verhaltensregeln für Betroffene:
- Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftung und Klimaanlagen abschalten.
- Rauchgase meiden — bei Atembeschwerden ärztliche Hilfe aufsuchen.
- Bereiche rund um das Gewerbegebiet meiden und gesperrte Straßen nicht befahren.
Landrat und Innenminister haben sich laut Einsatzberichten vor Ort ein Bild der Lage gemacht. Die Ermittlungen zur Brandursache sind Gegenstand laufender Untersuchungen; nähere Ergebnisse lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor.