Neuer Kurs an der Spitze des Wirtschaftsnetzwerks
Im Wirtschaftsraum Murau‑Murtal ist es zu einem personellen Wechsel mit Signalwirkung gekommen: Seit rund einem Monat führt die gebürtige Pölserin Monika Seidl‑Neissl die Geschäfte von Kraft:dasMurtal. Das Netzwerk versteht sich als Plattform regionaler Unternehmen und bündelt Aktivitäten, die den Standort stärken sollen. Nach einer Aufbauphase, in der die Strukturen etabliert wurden, startet die Organisation nun mit neuer Führung in die nächste Etappe.
Reichweite in der Region: 117 Betriebe, 8.795 Beschäftigte
Die Trägerschaft von Kraft:dasMurtal ist breit: 117 Partnerbetriebe aus dem Raum Murau‑Murtal sind an Bord. Zusammen beschäftigen sie 8.795 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Entscheidungen des Netzwerks direkte Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt, Ausbildungswege und wirtschaftliche Kooperationen haben. Der Fokus liegt laut Angaben auf Fachkräfteentwicklung, Vernetzung, Lebensqualität und Standortmarketing – Themen, die den Betrieben helfen sollen, in einem angespannten Arbeitsmarktumfeld konkurrenzfähig zu bleiben.
| Messgröße | Wert |
|---|---|
| Partnerbetriebe | 117 |
| Beschäftigte gesamt | 8.795 |
| Schwerpunkte | Fachkräfte, Vernetzung, Lebensqualität, Standortmarketing |
Netzwerk statt Parallelstruktur
Florian Hampel, der das Management zuletzt interimistisch verantwortete, setzte bei der Vorstellung der neuen Geschäftsführung einen klaren Rahmen. Er stellte heraus, dass das Netzwerk keine Parallelorganisation zu etablierten Institutionen anstrebt, sondern Ergänzung und Verbindungsstück sein will – mit dem Ziel, Austausch und gemeinsame Initiativen im Wirtschaftsraum zu fördern.
„Wir möchten nicht die bessere Wirtschaftskammer oder eine industrielle Vereinigung sein“
Die Rolle als Klammer über Branchengrenzen hinweg ist für die Region bedeutsam: Viele Herausforderungen – von der Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte über die Ansprache von Jugendlichen bis zum Standortimage – lassen sich wirksamer in abgestimmten Aktionen lösen, als in einzelnen Firmenprojekten.
Neue Geschäftsführerin mit regionaler Erfahrung
Seidl‑Neissl bringt nach Angaben des Netzwerks mehr als 20 Jahre Managementerfahrung mit. Einen prägenden Teil davon verbrachte sie über ein Jahrzehnt am Red Bull Ring, einem der sichtbarsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Ihr Zugang ist lokal verankert und auf Zusammenarbeit ausgerichtet.
„Ich bin dankbar für die Chance, hier mitarbeiten zu dürfen“
In den ersten Wochen habe sie sich intensiv mit der Entwicklung des Netzwerks befasst. Die Fortsetzung der bisherigen Linie mit klaren Schwerpunkten und zugleich der Blick nach vorne – das ist die Erwartung, die viele Partnerbetriebe an die Leitung knüpfen. Für Unternehmen im Bezirk Murtal ist vor allem relevant, wie sich daraus konkrete Angebote und Formate ergeben, die rasch in der Praxis Wirkung entfalten.
Fachkräfte und Jugend im Fokus
Besonders hervorgehoben wird der Ausbau der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, jungen Menschen Einblicke in Berufe und Arbeitsalltage bei regionalen Unternehmen zu geben und ihnen realistische Zukunftsperspektiven in der Heimat aufzuzeigen. Für den Bezirk Murtal, in dem viele Industriebetriebe, Zulieferer und Dienstleister gleichzeitig um Talente werben, ist dieser Schwerpunkt zentral: Frühzeitige Berufsorientierung stärkt Ausbildungsentscheidungen, erleichtert den Übergang in Lehrstellen und kann Abwanderung dämpfen.
- Unternehmen profitieren von gemeinsamen Formaten zur Berufsorientierung und Sichtbarkeit.
- Schulen und Jugendliche erhalten direkten Zugang zu Berufsbildern aus der Region.
- Die Region gewinnt an Attraktivität, wenn Arbeit, Ausbildung und Lebensqualität miteinander gedacht werden.
Bedeutung für Betriebe und Beschäftigte im Bezirk
Für die Partnerbetriebe – vom Industriebetrieb bis zum Dienstleister – ist die Arbeit von Kraft:dasMurtal ein Hebel, um überbetriebliche Anliegen gebündelt voranzubringen. Das reicht von branchenübergreifenden Recruiting‑Aktionen bis zur Positionierung des Wirtschaftsraums gegenüber potenziellen Rückkehrerinnen und Rückkehrern. Beschäftigte profitieren mittelbar, wenn sich Initiativen zur Lebensqualität – etwa bessere Vereinbarkeit, Mobilität oder Standortimage – in Projekten niederschlagen. Konkrete Maßnahmen wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht im Detail aufgelistet; maßgeblich ist, dass die Verantwortlichen auf Kontinuität in den zentralen Themen setzen und die Jugendansprache ausbauen wollen.
Ausblick: Vernetzung als Standortfaktor
Für den Bezirk Murtal bleibt die Frage entscheidend, wie rasch die Schwerpunkte in operative Angebote übersetzt werden – von Informationsformaten über gemeinsame Kampagnen bis zu Netzwerktreffen. Die Breite der Trägerschaft mit 117 Unternehmen ist eine gute Basis, um Reichweite zu erzielen. Entscheidend wird sein, die verschiedenen Bedürfnisse – vom Fachkräftebedarf bis zur Standortkommunikation – in stimmige, messbare Initiativen zu gießen. Damit kann die Region ihre Stärken sichtbarer machen und den Wettbewerb um Talente und Investitionen selbstbewusst annehmen.