Historische Maschinen und moderne Rennaction am Spielberg
Am ersten Augustwochenende standen am Red Bull Ring nicht die Formel-1-Boliden, sondern Motoren mit Tradition im Mittelpunkt: Beim „23. Internationalen Rupert Hollaus Rennen/Racing Days“ versammelten sich an den Tagen des 1. und 2. August zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Besucherinnen und Besucher, um das Kapitel Motorradrennsport in all seinen Epochen zu feiern. Die Veranstaltung brachte historische Motorräder, Youngtimer und moderne Supersport-Bikes zusammen und bot Renn- wie Schauprogramm gleichermaßen.
Blickfang Maschinen und Prominente
Die Vielfalt der präsentierten Fahrzeuge reichte von fast einhundert Jahre alten Exponaten bis zu heutigen Hochleistungsrennern. Unter den Akteuren fanden sich bekannte Namen der Szene. Erwartungsgemäß sorgten Legenden für besondere Aufmerksamkeit: so waren unter anderem der frühere Vizeweltmeister Bruno Kneubühler, der Eisspeedway-Vizeweltmeister Franky Zorn und der TT-Champion Horst Saiger mit dabei. Für historische Raritäten standen Maschinen wie eine fast 100 Jahre alte Rex Acme und eine Honda RC 163 R aus den 1960er-Jahren im Blickfeld der Fans.
Rennsport, Präsentation und Nähe zum Publikum
Rennstreckenprogramm und Ausstellungen ergänzten einander: Neben klassischen Sprintrennen fanden Gleichmäßigkeitsläufe statt; außerdem wurde die Internationale Sidecar Trophy ausgetragen, deren Rennen enge Duelle um Meisterschaftspunkte zeigten. Besucherinnen und Besucher konnten das Fahrerlager und die Pitlane betreten, die Fahrzeuge aus nächster Nähe betrachten und mit Fahrerinnen und Fahrern ins Gespräch kommen. Solche Begegnungen — Autogramme, Selfies, Benzingespräche — machten die Veranstaltung zu einem Erlebnis für Fans aller Altersgruppen.
- Datum: 1. und 2. August 2026
- Ort: Red Bull Ring, Spielberg (Bezirk Murtal)
- Teilnehmende: über 360 Motorrad-Enthusiastinnen und -Enthusiasten
- Nationen: Vertreter aus 10 Ländern
Ende einer Ära — und Ausblick
Für den veranstaltenden Verein IGFC bedeutete dieses Wochenende zugleich einen Abschied: Die Organisation gab an, dass dies die letzte von ihnen durchgeführte Ausgabe der Veranstaltung gewesen sei. Eine Fortführung durch Nachfolger wird angestrebt, konkrete Namen oder Termine für eine mögliche Weiterführung lagen zum Berichtszeitpunkt nicht vor. Für die Region ist das von Bedeutung, weil die Veranstaltung Publikum aus dem In- und Ausland anzieht und damit lokale Betriebe, Gastronomie und Tourismus im Bezirk Murtal stärkt.
Was das für Besucherinnen und Besucher bedeutet
Für Besucherinnen und Besucher bot das Wochenende Gelegenheit, Technikgeschichte live zu erleben und alte Fahrzeuge in Aktion zu sehen. Die geöffnete Pitlane und das Fahrerlager sind für Interessierte ein wichtiger Mehrwert: Direkter Kontakt zu Fahrerinnen und Fahrern macht Details greifbar, etwa zu Restaurierungsaufwand, originalen Komponenten oder dem fahrerischen Umgang mit historischen Maschinen. Wer Interesse an künftigen Terminen hat, sollte lokale Veranstaltungsankündigungen und die offiziellen Informationskanäle des Red Bull Ring sowie mögliche Nachfolgevereine beobachten.
| Aspekt | Wert |
|---|---|
| Edition | 23. |
| Teilnehmende | über 360 |
| Nationen | 10 |
| Veranstalter (letzte Ausgabe) | IGFC |
Die Kombination aus Rennaction, historischen Paraden und Ausstellungen sorgte dafür, dass das Wochenende sowohl für Motorsportfans als auch für kultur- und technikinteressierte Besucherinnen und Besucher einen hohen Erlebniswert hatte. Ob und wie die Tradition des Rupert Hollaus-Rennens in Zukunft weitergeführt wird, bleibt ein Thema mit regionaler Bedeutung — für Fans, für Veranstalter und für die lokale Wirtschaft im Bezirk Murtal.