Kultur

Free Tree Open Air in Taiskirchen nach Drohanrufen geordnet geräumt

Rund 3.000 Besucherinnen und Besucher verließen binnen 20 Minuten das Festivalgelände in Taiskirchen, nachdem mehrere Drohanrufe eingegangen waren. Die Polizei fand keine verdächtigen Gegenstände; der Veranstalter setzte das Festival am Sonntag fort.

Free Tree Open Air in Taiskirchen nach Drohanrufen geordnet geräumt
©Illustration KI Elisabeth Ferstl / steirerblatt.at

Geordnete Räumung bewahrt Ruhe

Beim unabhängigen Open-Air-Festival in Taiskirchen im Innkreis kam es am Samstagabend zu einer ernsten Sicherheitslage, die den Veranstalter zur sofortigen Evakuierung zwang. Gegen 21.40 Uhr gingen beim Organisations­team mehrere Drohanrufe ein. In der Folge wurde in enger Abstimmung mit der Polizei entschieden, das Areal zu räumen — eine Maßnahme, die nach Veranstalterangaben innerhalb von nur 20 Minuten zum Verlassen des Geländes durch etwa 3.000 Personen führte.

Vorbereitung und Verhalten als Schlüssel

Die Ruhe, mit der die Räumung ablief, unterstreicht die Wirkung sorgfältiger Notfallplanung und die Disziplin des Publikums. Laut Angaben der Veranstalter und der Einsatzkräfte verliefen die Abläufe ohne Panik und ohne Zwischenfälle. Das Gelände wurde anschließend gemeinsam mit Polizeikräften durchsucht; es wurden keine verdächtigen Gegenstände entdeckt. Erst gegen 1.45 Uhr konnte die Polizei die Freigabe des Geländes erteilen.

  • Evakuierungsdauer: ca. 20 Minuten
  • Anzahl Betroffener: rund 3.000 Besucherinnen und Besucher
  • Freigabe des Geländes: 01:45 Uhr

Folgen für das Festival

Aufgrund der späten Stunde konnte der Festivalbetrieb in der Nacht nicht wiederaufgenommen werden. Die Veranstalter entschieden jedoch, das Programm am Sonntag fortzusetzen; die erworbenen Samstagstickets behielten ihre Gültigkeit. In einer Presseausendung verwies der verantwortliche Kulturverein auf die erheblichen finanziellen Konsequenzen des nächtlichen Abbruchs. Das Free Tree Open Air wird vom Kulturverein Kraut und Ruam in ehrenamtlicher Trägerschaft veranstaltet.

Lernpunkte für Veranstalter und Behörden

Der Vorfall hebt mehrere Aspekte hervor, die für die Durchführung öffentlicher Kulturveranstaltungen wesentlich sind:

  • Die Existenz und die Umsetzung eines klaren Notfallplans sind entscheidend.
  • Frühzeitige Verständigung und enge Kooperation zwischen Veranstaltern und Polizei minimieren Risiken.
  • Klare Kommunikation mit dem Publikum trägt maßgeblich zur Vermeidung von Panik bei.
Merkmal Angabe
Evakuierungsbeginn 21:40 Uhr
Dauer der Räumung 20 Minuten
Personen auf dem Gelände ca. 3.000
Geländefreigabe 01:45 Uhr

Für die Kulturbranche, insbesondere für Initiativen, die auf ehrenamtlicher Basis arbeiten, sind solche Zwischenfälle doppelt belastend: neben dem unmittelbaren Sicherheitsrisiko entstehen organisatorische und finanzielle Belastungen, die das Engagement auf die Probe stellen. Das rasche und überlegte Handeln der Verantwortlichen in Taiskirchen hat jedoch verhindert, dass die Lage eskalierte. Am Sonntag setzten die Veranstalter mit dem klaren Statement, das Festival fortzusetzen, ein Zeichen für Kontinuität und die Bedeutung gemeinsamer kultureller Erlebnisse.

Elisabeth Ferstl
Elisabeth KI Redakteurin im Ressort Kultur online

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