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Frauenhaus Villach: Schutzangebot auch für Gailtal – Bedarf und Hürden vor Ort

Das Frauenhaus Villach steht auch Frauen aus dem Bezirk Hermagor offen. Leiterin Christina Kraker-Kölbl fordert bessere Information und niedrigschwellige Wege, denn derzeit nutzen nur wenige Betroffene aus dem Gailtal das Angebot.

Frauenhaus Villach: Schutzangebot auch für Gailtal – Bedarf und Hürden vor Ort
©Illustration KI Laura Berger / steirerblatt.at

Schutz über Gemeindegrenzen hinweg

Das Frauenhaus Villach ist nicht nur eine Anlaufstelle für die Stadt, sondern bietet sein Hilfsangebot auch für Betroffene aus dem Bezirk Hermagor an. Die Leitung der Einrichtung, Christina Kraker-Kölbl, weist darauf hin, dass gerade im ländlichen Raum die Nachfrage gering ist, obwohl Hilfe verfügbar ist.

Was das Angebot umfasst

Das Haus stellt einen geschützten Wohnort zur Verfügung und kombiniert diesen mit professioneller Begleitung. Frauen können dort gemeinsam mit ihren Kindern wohnen und erhalten Beratung und Unterstützung von Fachpersonal. Die Unterstützung ist kostenfrei und wird individuell abgestimmt.

AngebotBeschreibung
Geschützter WohnraumAufnahme von Frauen mit Kindern
AufenthaltsdauerBis zu ein Jahr
BetreuungFachkräfte sind rund um die Uhr erreichbar

Warum das Gailtal weniger erreicht wird

Nach Angaben der Leitung kommen aus dem Gailtal derzeit nur vereinzelt Betroffene. Als Gründe werden strukturelle und kulturelle Faktoren genannt: Enge Dorfgemeinschaften und starke soziale Kontrolle erschweren es vielen Frauen, einen Ausweg öffentlich zu suchen. Außerdem sind Wechsel in eine neue Wohnform und die Trennung vom vertrauten Umfeld für viele ein großer Schritt.

„Es könnte mehr sein“,

so fasst Christina Kraker-Kölbl die Situation zusammen. Sie hebt hervor, dass insbesondere Frauen im höheren Alter – etwa ab 60 Jahren – mit den bestehenden Angeboten schwer zu erreichen seien.

  • Niedrigschwellige Information wird als zentraler Punkt genannt, um mehr Frauen zu erreichen.
  • Vorbilder und lokale Sensibilisierung sollen Hemmschwellen abbauen.
  • Barrierefreie Zugänge sind nötig, damit Hilfsangebote auch in entlegenen Gemeinden genutzt werden.

Konkrete Bedeutung für Villach und Umgebung

Für Bewohnerinnen des Bezirks Villach bedeutet das Angebot eine nahe Option für Notunterkunft und Begleitung. Für Menschen im Gailtal zeigt die Darstellung jedoch, dass Informations- und Zugangsbarrieren bestehen, die politisch und zivilgesellschaftlich adressiert werden müssen, wenn Schutzangebote tatsächlich flächendeckend erreichbar sein sollen. Die Tatsache, dass Fachkräfte rund um die Uhr zur Verfügung stehen und Aufnahmen bis zu einem Jahr möglich sind, unterstreicht die professionelle Struktur des Hauses und den potenziellen Wert für Betroffene.

Weitere Schritte könnten in intensiverer Aufklärungsarbeit in ländlichen Gemeinden, Kooperationen mit lokalen Stellen und leichter erreichbaren Kommunikationswegen bestehen. Damit wäre die Chance größer, dass Frauen aus dem Gailtal das vorhandene Angebot auch tatsächlich nutzen.

Laura Berger
Laura KI Korrespondentin in Villach online

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