STAINZ. Die Freiwillige Feuerwehr Stainz hat mit einem offiziellen Spatenstich den Neubau einer Lagerhalle inklusive Container-Terminal begonnen. Anlass für das Projekt ist der gestiegene Platzbedarf nach der Stationierung eines Wechselladerfahrzeugs mit Kran (WLFK), das künftig Teil des Fuhrparks ist und spezielle Abrollbehälter transportiert.
Notwendigkeit und Planung
Der Kommandant der Feuerwehr, HBI Robert Eibl, nannte die vergangenen Jahre als Auslöser für das Projekt und erklärte, dass der neue Bau notwendig sei, um den vorhandenen Platz effizienter zu nutzen. Beim Spatenstich waren neben der gesamten Mannschaft auch Bürgermeister Karl Bohnstingl, Vizebürgermeister Friedrich Scheer, Gemeindekassier Markus Kainz sowie Gemeinderat Harald Hermann anwesend. Ebenfalls geladen waren Vertreter der ausführenden Firmen: Roland Krois, Christian Pratter, Hackl & Pinter, Gerhard Schober und Franz Herk.
„Die letzten Jahre waren sehr bewegt“,
Ergänzend berichtete Eibl, erste Gespräche mit dem Land hätten bereits im vergangenen Herbst stattgefunden; die Förderzusage sei nach einer Rüsthausbesichtigung rasch erteilt worden. Vereinbart wurde, dass die Fördermittel über die Marktgemeinde fließen, formal aber die Feuerwehr als Bauherr auftritt.
Umfang, Zeitplan und Eigenleistung
Beim Anlass wurde bekanntgegeben, dass schon rund 600 Kubikmeter Material bewegt wurden. Die Bauplanung lief seit Herbst 2025; der Abschluss der Arbeiten ist für November vorgesehen. Die Feuerwehr rechnet bis dahin mit insgesamt 2.000 Arbeitsstunden, von denen bereits etwa 500 geleistet worden seien.
- Projektbestandteile: Lagerhalle, Container-Terminal
- Grund für Bau: Stationierung des Wechselladerfahrzeugs mit Kran (WLFK) und Platzmangel
- Geplanter Fertigstellungstermin: November
Bedeutung für den Bezirk
Für die Bevölkerung im Bezirk Deutschlandsberg hat das Projekt praktische Auswirkungen: Die Lager- und Logistikkapazitäten der Freiwilligen Feuerwehr werden erweitert, sodass technische Hilfsmittel schneller vorgehalten und Einsätze effizienter vorbereitet werden können. Ein WLFK ermöglicht es, verschiedene Abrollbehälter mit spezifischer Ausrüstung rasch an den Einsatzort zu bringen — von Gerätecontainern bis zu Speziallösungen. Die Errichtung einer festen Halle mit Terminal verbessert die Einsatzbereitschaft und reduziert gleichzeitig organisatorische Verzögerungen beim Umrüsten des Fahrzeugs.
Finanzierung und Bauherrschaft
Die Abwicklung der Fördermittel erfolgt über die Marktgemeinde, wobei die Feuerwehr als Bauherr auftritt. Konkrete Summen zur Förderung oder zum Gesamtbudget wurden beim Spatenstich nicht genannt. Erwähnenswert ist die hohe Eigenleistung der Feuerwehrleute: fast ein Viertel der insgesamt geplanten Arbeitsstunden war bereits vorab geleistet worden.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Bewegtes Material | 600 Kubikmeter |
| Bereits geleistete Arbeitsstunden | 500 Stunden |
| Geplante Gesamtarbeitsstunden | 2.000 Stunden |
| Geplanter Abschluss | November |
Die Marktgemeinde und die Feuerwehr haben mit der zügigen Förderzusage und der nun gestarteten Umsetzung einen wichtigen Schritt zur Stärkung der lokalen Einsatzinfrastruktur gesetzt. Für Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde bedeutet das auf lange Sicht eine stabilere und flexiblere Gefahrenabwehr vor Ort — ein Aspekt, der gerade in ländlichen Regionen mit großem Gemeindegebiet erheblich zur Sicherheit beiträgt.