Initiative will Fahrradnutzung im Alltag stärken
Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Leithaland und die Radlobby Eisenstadt haben eine Gesprächsreihe gestartet, in der Bewohnerinnen und Bewohner der KEM-Mitgliedsgemeinden eingeladen sind, konkrete Verbesserungen für den Alltagsradverkehr vorzuschlagen. Ziel der Aktion ist es, den Radverkehr nicht nur als touristisches Angebot, sondern als verlässliche Alternative für Alltagswege zu etablieren.
Die Workshops werden von Bernhard Heimhilcher (KEM) und Stefan Haider (Radlobby) moderiert. In den Veranstaltungen sollen Hindernisse, Gefahrenstellen und Lücken im Netz thematisiert sowie praktikable Vorschläge für kurze und mittelfristige Maßnahmen erarbeitet werden. Ein erster Termin fand in Steinbrunn statt, wo örtliche Vertreterinnen beteiligt waren.
„Das touristische Netz für den Radverkehr ist im Burgenland sehr gut ausgebaut. Uns geht es um den Alltagsradverkehr in den Gemeinden, also etwa die Wege zur Gemeinde, Schule oder dem Arzt“,
erklärt Stefan Haider die Intention hinter der Aktion. Damit rücken alltägliche Bedürfnisse in den Mittelpunkt: Sichere Fahrradverbindungen zu Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen, Verbesserungen an Kreuzungen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.
Was die Workshops für Eisenstädterinnen und Eisenstädter bedeuten
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Eisenstadt und den angrenzenden KEM-Gemeinden kann die Initiative unmittelbare Auswirkungen haben. Werden Vorschläge aus den Workshops aufgenommen, könnten folgende Bereiche profitieren:
- Sicherheit: Beseitigung von Gefahrenstellen und bessere Trennung von Rad- und KFZ-Verkehr an kritischen Punkten.
- Anbindung: Verbesserte Verbindungsrouten zu Schulen, Gemeindeämtern und medizinischen Einrichtungen.
- Infrastruktur: Mehr und bessere Abstellmöglichkeiten sowie Reparaturstationen an zentralen Orten.
Die Veranstalter legen Wert auf einen praxisorientierten Ansatz: Nicht nur Probleme sollen benannt, sondern auch priorisierbare Maßnahmen und mögliche Umsetzungspartner erarbeitet werden.
Wer ist beteiligt — und wie geht es weiter?
Neben der KEM Leithaland und der Radlobby waren bei ersten Terminen lokale Bürgermeisterinnen und weitere Gemeindeverantwortliche anwesend. Die Ergebnisse der Workshops sollen dokumentiert und in die weitere Planungsarbeit eingebracht werden. Ob und wie schnell vorgeschlagene Maßnahmen umgesetzt werden, hängt von kommunalen Prioritäten und verfügbaren Fördermitteln ab.
| Organisation/Person | Rolle |
|---|---|
| KEM Leithaland / Bernhard Heimhilcher | Moderation / Projektleitung |
| Radlobby Eisenstadt / Stefan Haider | Moderation / Fachberatung |
| Gemeindevertreter (z. B. Steinbrunn) / Isabella Radatz-Grauszer | Teilnahme / lokale Umsetzungsperspektive |
Für alle, die Wege in Eisenstadt oder in den Nachbargemeinden häufig mit dem Fahrrad zurücklegen, bietet die Aktion die Gelegenheit, konkrete Alltagserfahrungen einzubringen und so Einfluss auf Planungen zu nehmen, die direkt die tägliche Mobilität betreffen.
Termine, Beteiligungsmöglichkeiten und weitere Schritte sind bei der KEM Leithaland und der Radlobby Eisenstadt erhältlich; die Veranstalter rufen die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme an den Workshops auf.