Stadt will mit Maßnahmen Fußgängerzone stärken
Die Stadt Eisenstadt zieht positive Zwischenbilanz bei der Belebung ihres Zentrums: Aktuelle Messungen weisen wieder eine deutlich erhöhte Besucherzahl in der Fußgängerzone aus, gleichzeitig liegt die Leerstandsquote auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Für Bürgermeister Thomas Steiner ist dies Bestätigung und Auftrag zugleich, die begonnenen Aktivitäten fortzuführen.
Im Zentrum der Strategie stehen laut Rathaus mehrere Säulen: die Verbesserung des öffentlichen Raums, digitale Serviceangebote, zusätzliche Begrünung und eine stärkere Verknüpfung von Gewerbe, Kultur und Tourismus. Unterstützende Maßnahmen für Betriebe wie ein Innenstadtbonus sowie neue Veranstaltungsformate sollen zusätzliche Frequenz in die Innenstadt bringen.
- Besucherfrequenz: mehr als 2,5 Millionen pro Jahr (aktuelle Messung)
- Leerstandsquote: 7,22 Prozent
- ÖPNV: vier vollelektrische Stadtbuslinien mit rund 1.700 Fahrgästen täglich
- EisenStädterScheine: Waren im Verkaufswert von mehr als 2 Millionen Euro
Konkrete Maßnahmen und Angebote
Die Stadtverwaltung nennt gezielte Förderungen für Neugründungen seit 2021 als wichtigen Baustein. Ergänzend sorgen kulturelle Angebote für zusätzliche Attraktivität: Im Sommer wird an Mittwochabenden ein neues Literaturformat angeboten, während die Donnerstagabende weiterhin musikalische Veranstaltungen bringen.
„Eine starke Innenstadt entsteht nicht von selbst. Sie braucht Ideen, Investitionen und vor allem einen langen Atem.“
Dieses Zitat von Bürgermeister Steiner fasst den Ansatz zusammen: Kontinuität bei Maßnahmen und eine Kombination aus wirtschaftlicher Förderung, Mobilitätsangeboten und kultureller Belebung sollen das Zentrum robust machen.
Bedeutung für Einwohner und Gewerbe
Die berichteten Zahlen sind für lokale Akteurinnen und Akteure unmittelbar relevant: Eine steigende Frequenz erhöht die Chance für Umsatzsteigerungen bei Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistern. Eine niedrige Leerstandsquote wiederum signalisiert Vertrauen von Investoren und Mietern in die Lage. Die elektrischen Stadtbusse verbessern die Erreichbarkeit – ein Faktor, der besonders für Pendlerinnen, ältere Menschen und Besucherinnen wichtig ist.
Für Gewerbetreibende bleiben zwei Aspekte zentral: die Nutzung verfügbarer Förderinstrumente wie des Innenstadtbonus und die Beteiligung an kulturellen Formaten, die zusätzliche Kundschaft anziehen. Für Besucherinnen und Besucher sind erweiterte Angebote und bessere Grünflächen spürbare Verbesserungen im Alltag.
| Indikator | Aktueller Wert (laut Stadt) |
|---|---|
| Jahresfrequenz Fußgängerzone | >2,5 Mio. |
| Leerstandsquote | 7,22 % |
| Tägliche ÖPNV-Nutzer (Stadtbusse) | ~1.700 |
| Verkaufte EisenStädterScheine | >2 Mio. € |
Die Stadt verweist zudem auf eine längerfristige Perspektive: Manche Maßnahmen, die in anderen Städten aktuell diskutiert werden, verfolgt Eisenstadt bereits seit Jahren im Rahmen einer strategischen Planung. Ob die Initiativen die gewünschte Nachhaltigkeit erzielen, hängt jedoch von anhaltender Unterstützung, finanziellen Rahmenbedingungen und dem Verhalten der Kundinnen und Kunden ab.
Praktische Hinweise für Betroffene:
- Gewerbliche Interessentinnen sollten Förderangebote beim Rathaus erfragen und prüfen, ob sie für den Innenstadtbonus berechtigt sind.
- Besucherinnen können an den Sommerabenden gezielt die neuen Formate in der Fußgängerzone nutzen.
- Anwohnende profitieren von verbesserter Begrünung und dem elektrischen Busangebot – Informationen zu Linien und Fahrplänen sind bei der Stadt bzw. dem Verkehrsverbund erhältlich.
Die Stadt plant, den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterzuführen und die Kombination aus Investitionen, Events und Mobilitätsangeboten zur langfristigen Stärkung des Innenstadt-Standorts zu nutzen.