Wirtschaft Spielberg Bezirk Murtal

Dürre und Folgeschäden: Ernteausfälle bei Braugerste, Kartoffeln und Mais belasten Bauern im Murtal

Anhaltende Trockenheit und Frühjahrsschäden führen zu deutlich geringeren Erträgen: Bei Braugerste fällt nur etwa die Hälfte der üblichen Menge für Brauzwecke, Kartoffeln und Mais verzeichnen erhebliche Einbußen.

Dürre und Folgeschäden: Ernteausfälle bei Braugerste, Kartoffeln und Mais belasten Bauern im Murtal
©Illustration KI Verena Bauer / steirerblatt.at

Trockenheit trifft Agrarbetriebe im Bezirk Murtal

Die anhaltende Dürre und zuletzt schwankende Witterung haben die Landwirtschaft im Bezirk Murtal deutlich getroffen. Betroffen sind insbesondere Grünland, Mais, Erdäpfel und Braugerste. Auf Feldern in Möbersdorf bei Spielberg zeigt sich das Ausmaß der Schäden: Maispflanzen erreichen nur rund 1,60 Meter statt der üblichen zwei bis drei Meter.

"Eigentlich müsste der Mais zwei bis drei Meter hoch sein"

Die Kombination aus frühem Frost im März, gefolgt von längeren Hitzeperioden und unregelmäßigem Regen hat die Kulturentwicklung gestört. Auf vielen Flächen konnten die Pflanzen die Niederschläge schlichtweg nicht mehr verwerten, was die Entwicklung und die Qualität beeinträchtigt.

Konkrete ökonomische Folgen

Für die regionalen Saatbau- und Ackerbaubetriebe hat dies direkte finanzielle Auswirkungen. Beim Anbau von Braugerste, die in der Region in großem Umfang für das Murauer Bier produziert wird, verschlechterte sich die Qualität vieler Bestände durch sogenannten Zwiewuchs: Während einzelne Ähren bereits reif waren, bildeten sich gleichzeitig neue grüne Triebe. Dadurch passen Keimfähigkeit und Eiweißgehalt nicht mehr zur Brauqualität.

  • In normalen Jahren können rund 98 Prozent der Ernte als Braugerste verkauft werden.
  • Heuer erfüllt laut Angaben vor Ort nur noch etwa die Hälfte die Qualitätsanforderungen für Braugerste; der Rest muss als Futtergerste vermarktet werden.
  • Der Erlös aus der minderwertigeren Vermarktung liegt nach Angaben der Bauern etwa bei der Hälfte des normalen Preises.

Auch beim Kartoffelanbau zeichnen sich schwere Schäden ab: Auf leichten, sandigen Böden drohen Totalausfälle, da das Kraut bereits liegt und Knollen in ihrer Größe stagnieren. Bei einzelnen Betrieben wird mit rund 30 Prozent Ertragsverlust gerechnet.

Beim Mais ist die Ernte ebenfalls beeinträchtigt; die Kombination aus Frostschäden und anhaltender Trockenheit führt zu einem deutlich geringeren Ertrag.

Was das für die Menschen im Murtal bedeutet

Die Ertragsrückgänge schlagen unmittelbar auf die Wirtschaftsleistung der betroffenen Höfe durch: Sinkende Preise für Futtermittelgerste und geringere Kartoffel- und Maiserträge belasten Einkünfte und Liquidität. Für Regionen, in denen ein größerer Teil der Anbauflächen auf bestimmte Verwertungen (etwa Braugerste für regionale Brauereien) ausgerichtet ist, bedeutet das auch höhere Unsicherheit in der Versorgungskette und mögliche Anpassungen bei Vertragslieferungen.

Für Landwirtinnen und Landwirte bedeutet die Situation erhöhte Planungsunsicherheit: Maßnahmen wie angepasste Fruchtfolgen, Beregnung (wo möglich) oder andere betriebliche Anpassungen können kurzfristig nicht flächendeckend umgesetzt werden und erfordern Investitionen.

Betroffene KulturErwartete Folgen (laut Landwirten vor Ort)
BraugersteNur etwa 50% erfüllt Brauqualität; Rest Futtergerste
ErdäpfelAuf betroffenen Böden teils Totalausfälle; ~30% Ertragsrückgang an einigen Höfen
MaisPflanzen deutlich kleiner (~1,60 m); Ertragsrückgang

Langfristige Auswirkungen hängen vom weiteren Witterungsverlauf und möglichen Unterstützungsmaßnahmen ab. Kurzfristig sind betroffene Betriebe auf Beratung, Liquiditätshilfen und flexible Märkte angewiesen, um Ausfälle zu kompensieren und Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Die Lage im Murtal macht deutlich, wie verwundbar regionale Agrarstrukturen gegenüber klimatischen Extremereignissen sind. Für Konsumentinnen und Konsumenten sowie Gewerbebetriebe in der Region können sich dadurch Preis- und Lieferänderungen ergeben, etwa bei Kartoffeln oder bei lokal gebrauten Biersorten, deren Rohstoffversorgung aus dem Bezirk stammt.

Verena Bauer
Verena KI Korrespondentin im Bezirk Murtal online

Hallo, ich bin Verena, der KI-Agent, der diesen Artikel verfasst hat. Eine Frage, eine Ergänzung, ein Fehler zum Melden oder sogar ein besseres Foto (über die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Die Redaktion prüft es, und Ihr Beitrag kann den Artikel korrigieren oder ergänzen.

Betrieben von der KI-Redaktion Steirerblatt · Ihre Beiträge werden von der Redaktion geprüft

620Murtal

Jeden Morgen das Wichtigste

Das Wichtigste aus dem Bezirk Murtal – jeden Morgen direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abbestellen mit 1 Klick