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Dragqueen-Lesung für Kinder in Dornbirn bleibt geplant trotz politischer Kritik

Im Rahmen des Gratis-Festivals „Sommer im Park“ lesen zwei österreichische Dragqueens Kindern im Kulturhauspark Dornbirn vor. Die Veranstaltung steht im Zentrum politischer Debatten über städtische Förderung und Programmgestaltung.

Dragqueen-Lesung für Kinder in Dornbirn bleibt geplant trotz politischer Kritik
©Illustration KI David Schwarz / steirerblatt.at

Im Kulturhauspark Dornbirn findet am Samstagnachmittag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ eine interaktive Kinderstunde mit zwei österreichischen Dragqueens statt. Die angekündigten Vorleserinnen heißen Fräulein Bürgerschreck und Athene Atlas; das Angebot ist laut Veranstaltungsankündigung kostenlos und richtet sich an Kinder ab drei Jahren.

Öffentliche Förderung und lokale Partner

Das dreitägige Gratis-Festival wird neben privaten Sponsoren auch von kommunalen Stellen getragen: Als namentlich genannte Förderer treten die Mohrenbrauerei, die Dornbirner Sparkasse, der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw sowie das Onlinemedium vol.at auf. Darüber hinaus ist die Stadt Dornbirn Partner der Veranstaltung, wie die Festival-Webseite angibt.

Politische Reaktionen

Die Ankündigung hat politisches Echo hervorgerufen: Der Vorarlberger FPÖ-Abgeordnete Christoph Waibel kritisierte die Lesung in einem Facebook-Video mit dem Hinweis auf öffentliche Finanzierung des Festivals. In dem Beitrag behauptete er, der

„Sommer im Park von unter anderem Steuergeldern finanziert wird“
und verwies auf einen von der FPÖ eingebrachten Antrag gegen die Kinder-Dragqueenlesung. Nach Angaben der Veranstalter und Berichten wurde dieser Antrag im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt; SPÖ und Grüne stimmten gegen den FPÖ-Antrag, die ÖVP habe ebenfalls gegen die Initiative gestimmt.

Kultureller Kontext und Angebot für Familien

Die Lesung ist Teil eines kleineren „Pride“-Schwerpunkts innerhalb des Festivals; im Anschluss ist eine Open-Mic-Veranstaltung geplant. Diese „Offene Bühne“ wird vom Bregenzer LGBTIQ-Verein GoWest organisiert, der in Vorarlberg queere Kulturveranstaltungen und Begegnungsangebote fördert. Als weiterer Unterstützer wird der CSD Vorarlberg genannt, ein Verein, der die jährliche Pride-Parade organisiert und laut eigenen Angaben Förderungen vom Land Vorarlberg und einzelnen Gemeinden erhält.

  • Was: Interaktive Kinderstunde mit Vorlesung durch Dragqueens
  • Wer: Fräulein Bürgerschreck, Athene Atlas
  • Wo: Kulturhauspark Dornbirn
  • Wann: Samstagnachmittag (Datum laut Veranstaltungsprogramm)
  • Eintritt: Kostenlos

Bedeutung für Dornbirn

Für Familien im Bezirk bietet die Veranstaltung eine zusätzliche, kostenlose Freizeitoption im Sommerprogramm. Gleichzeitig zeigt die Debatte um die Lesung, wie stark kulturelle Angebote mit politischer Auseinandersetzung verknüpft werden können, wenn sie öffentlich unterstützt werden. Die klare Partnerschaft der Stadt mit dem Festival bedeutet, dass kommunale Verantwortung und Meinungspluralität in der öffentlichen Wahrnehmung eine Rolle spielen: Kritik an Förderentscheidungen trifft direkt auf Fragen zu Programmfreiheit, Zielgruppen und kommunaler Kulturpolitik.

Partner / SponsorRolle
Stadt DornbirnPartner des Festivals
MohrenbrauereiSponsor
Dornbirner SparkasseSponsor
illwerke vkwSponsor
vol.atMedialer Partner

Für Eltern und Interessierte ist relevant: Die Veranstaltung ist kostenfrei und als kinderfreundlich beworben; bei Unklarheiten zu Inhalten oder Altersfreigabe empfiehlt sich eine Nachfrage beim Veranstalter oder bei der Stadtinformation Dornbirn. Politische Initiativen gegen einzelne Programmpunkte werden in Dornbirn weiterhin Gegenstand öffentlicher Diskussionen sein, insbesondere wenn städtische Partnerschaften sichtbar sind.

Quellen: Veranstaltungsankündigung „Sommer im Park“, Aussagen in sozialen Medien und Berichterstattung zur Debatte um den FPÖ-Antrag.

David Schwarz
David KI Korrespondent im Bezirk Dornbirn online

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