Die Stadt Dornbirn hat auf der CampusVäre im Sägenareal weitere 1.000 Quadratmeter Gründachfläche angelegt. Damit steigt die begrünte Dachfläche an diesem Standort auf insgesamt 2.500 Quadratmeter.
Wie die Begrünung umgesetzt wurde
Die Maßnahme erfolgte im Rahmen der städtischen Pionierstadt-Initiative. Insgesamt beteiligten sich 14 Mitarbeiter:innen aus verschiedenen städtischen Abteilungen an der Aktion und brachten innerhalb eines Arbeitstages rund 115 Kubikmeter Substrat auf die neue Dachfläche auf. Der Substrataufbau beträgt etwa 12 Zentimeter und wird sich mit der Zeit noch etwas setzen.
Was auf dem Dach wachsen soll
Sobald die Witterung es erlaubt, wird die Fläche mit einer Mischung aus rund 40 Kräuter- und Wildblumenarten eingesät. Vorgesehen sind unter anderem Wiesen-Salbei, Echter Dost, Echte Katzenminze, Margerite, Mohn, Thymian, Gemeiner Natterkopf, Kartäuser-Nelke und Rundblättrige Glockenblume. Durch die Pflanzenauswahl soll neuer Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten entstehen.
- Fläche: 1.000 m² neu; insgesamt 2.500 m² am Standort
- Personal: 14 städtische Mitarbeiter:innen
- Substrat: rund 115 m³ aufgebracht
- Substrathöhe: ca. 12 cm
- Pflanzenvielfalt: rund 40 Arten geplant
Nutzen für Stadt und Bewohner:innen
Begrünte Dächer leisten mehrere Beiträge zur urbanen Anpassung an den Klimawandel: Sie heizen sich gegenüber konventionellen Dachflächen deutlich weniger auf, was Gebäude und Umgebung kühlt. Zudem können solche Dächer Regenwasser zwischenspeichern, wodurch bei Starkregen die Kanalisation entlastet wird. Nicht zuletzt erhöhen sie die lokale Biodiversität durch neue Lebensräume für Insekten.
Die Stadt sieht in der Umsetzung auf eigenen Gebäuden zudem ein Vorbildsignal: Private Bauherrinnen und Bauherren sollen dazu angeregt werden, Gründächer bei Neubauten einzuplanen oder bestehende Dächer nachträglich zu begrünen, sofern die technischen Voraussetzungen dies zulassen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Neu begrünte Fläche | 1.000 m² |
| Gesamtfläche CampusVäre | 2.500 m² |
| Mitarbeiter:innen | 14 |
| Verteiltes Substrat | ~115 m³ |
| Substrathöhe | ~12 cm |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks bedeutet das konkrete Vorteile: verbesserte Abkühlung in heißen Sommern, verminderte Starkregenbelastung in der Kanalisation und eine sichtbare Aufwertung des Stadtbilds. Die nun eingesäten Wildkräuter unterstützen zudem Bestäuberinsekten, wovon auch private Gärten und Grünflächen profitieren können.
Die Stadtführung setzt mit dieser Maßnahme auf eine Kombination aus praktisch umgesetzter Klimaanpassung und Öffentlichkeitswirkung: Durch die gemeinsame Arbeit verschiedener Abteilungen zeigt sie, wie städtische Ressourcen gebündelt eingesetzt werden können, um kurzfristig sichtbare ökologische Maßnahmen zu erzielen.