Großprojekt verändert den Handelsstandort – Arbeiten laufen auf Hochtouren
Am Areal des Messeparks in Dornbirn wird derzeit eines der größten Handelsprojekte Vorarlbergs umgesetzt. Für den Neubau des Einkaufszentrums sind insgesamt 200 Millionen Euro veranschlagt. Nach Angaben der Verantwortlichen schreiten die Arbeiten zügig voran; die Fertigstellung und Eröffnung sind weiterhin bis Ende 2029 vorgesehen. Der aktuelle Bauabschnitt umfasst eine Fläche, die nahezu zwei Fußballfeldern entspricht. Täglich arbeiten rund 40 Fachkräfte auf der Baustelle, in späteren Phasen sollen es über 200 Personen sein.
Technik und Dimensionen: Kräne der Superlative
Auf der Baustelle kommen in den nächsten Monaten Kräne zum Einsatz, wie sie in Vorarlberg in dieser Größenordnung bislang nicht üblich sind. Genannt wird insbesondere eine Ausladung von mindestens 60 Metern; die Baugeräte werden in der Höhe ähnlich, teils sogar noch größer dimensioniert sein. Eine Klasse der HTL Rankweil erhielt diese Woche bei einer Führung Einblicke in die Abläufe und zeigte sich vom Umfang des Projekts beeindruckt.
Handel unter Druck: Rückgänge im zweistelligen Bereich
Parallel zu den Fortschritten auf der Baustelle melden mehrere Geschäfte im Messepark deutliche Einbußen. Gegenüber ORF Vorarlberg wurden je nach Betrieb Umsatzrückgänge zwischen 30 und 75 Prozent genannt. Zusätzlich sorgt Unmut dafür, dass bestimmte Kosten auf die Mietparteien übergegangen sind – dazu zählen laut Bericht unter anderem Siedlungskosten, die von den Unternehmen selbst getragen werden mussten. Kritisch wird außerdem gesehen, dass es für die Dauer der Bauarbeiten keine Mieterleichterungen gegeben habe; solche Entlastungen würden sich mehrere Betriebe ausdrücklich wünschen.
Zeitplan und Bedeutung für den Bezirk Dornbirn
Für den Bezirk Dornbirn ist der Messepark ein stark frequentierter Versorgungs- und Arbeitsstandort. Das Festhalten am Zeitplan 2029 ist daher nicht nur aus Investorensicht wesentlich, sondern auch für Beschäftigte und Kundinnen und Kunden. Ein pünktiger Baufortschritt kann helfen, die Belastungen – etwa eingeschränkte Zugänge, veränderte Wegeführungen oder geringere Aufenthaltsqualität während der Arbeiten – zeitlich zu begrenzen. Gleichzeitig zeigt die Bandbreite der Umsatzverluste, dass die Lage einzelner Branchen und Standorte innerhalb des Areals unterschiedlich betroffen ist.
Zahlen und Fakten zum Projekt
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Investitionsvolumen | 200 Mio. Euro |
| Geplante Eröffnung | Ende 2029 |
| Baustellenfläche (aktuelle Phase) | nahezu 2 Fußballfelder |
| Tagesbesetzung jetzt | rund 40 Arbeiterinnen und Arbeiter |
| Spitzenbesetzung | über 200 täglich |
| Kranausladung | mindestens 60 m |
| Umsatzrückgänge laut Betrieben | 30–75 % |
Was das für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet
Wer im Messepark einkauft, sollte längere Wege und zeitweise veränderte Zugänge einkalkulieren. Die Rückmeldungen aus dem Handel zeigen, dass insbesondere spontane Kundschaft ausbleiben kann. Wer den stationären Einkauf weiterhin nutzen möchte, entlastet die vor Ort arbeitenden Teams und sichert die regionale Nahversorgung. Für Beschäftigte im Handel und im Baugewerbe bleibt entscheidend, dass Sicherheit, Erreichbarkeit und ein verlässlicher Baufortschritt zusammenfinden.
Ausblick
Die Verantwortlichen betonen, dass die Arbeiten im Plan liegen. Für die Betriebe bleibt die Frage, wie sie die kommenden, intensiveren Bauphasen wirtschaftlich überbrücken. Mit der angekündigten Aufstockung der Mannschaft auf der Baustelle und dem Einsatz besonders großer Kräne steht der nächste Meilenstein bevor. Für den Bezirk Dornbirn bleibt das Projekt ein zentrales Thema – als Belastungsprobe während der Bauzeit und als Chance auf einen modernisierten Handelsstandort nach der Fertigstellung 2029.
- Baufortschritt: Arbeiten laufen laut Projektverantwortlichen im Zeitplan.
- Belastungen im Handel: gemeldete Umsatzrückgänge zwischen 30 und 75 Prozent, zusätzliche Kostenpunkte.
- Nächste Phasen: deutliche Aufstockung des Baustellenpersonals und Einsatz außergewöhnlich großer Kräne.