Weniger Warteschlangen, mehr Transparenz
Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben einen neuen, öffentlich sichtbaren Service gestartet, der Passantinnen und Passanten unmittelbar an Verkehrsflächen über die aktuelle Situation in Freibädern informiert. Auf insgesamt 82 digitalen Bildschirmen im Stadtgebiet werden künftig die Auslastungswerte der jeweils drei nächstgelegenen Sommerbäder in Echtzeit angezeigt. Ziel ist, spontane Entscheidungen zu erleichtern und unnötige Wege zu vermeiden.
Wie der Service funktioniert
- Die Anzeigen greifen auf die bereits bekannte Online-Auslastungsampel der BBB zurück.
- Per programmatischer Steuerung und Dynamic Creative Optimisation (DCO) werden Inhalte zielgerichtet und wetterabhängig ausgespielt.
- Gezeigt werden nur die drei nächstgelegenen Einrichtungen mit einem Hinweis, ob noch Plätze bzw. Tickets verfügbar sind oder ob ein Bad bereits voll ist.
Wann und wo die Anzeigen sichtbar sind
Die Bildschirme sind an frequentierten Orten wie Haltestellen installiert; die Werbeschaltung findet laut den beteiligten Unternehmen situationsabhängig statt — vor allem bei passendem Sommerwetter. Damit soll die Information dort ankommen, wo Menschen sich spontan für einen Freibadbesuch entscheiden.
“36 Grad und es wird noch heißer”
Vorteile und Einsatzfelder
Der Service bringt mehrere unmittelbare Vorteile:
- Reduktion unverhältnismäßiger Warteschlangen und Überlastung an Eingängen.
- Bessere Verteilung der Besucherströme auf verschiedene Einrichtungen.
- Erhöhung der Nutzerzufriedenheit durch klare, leicht zugängliche Informationen.
Außerhalb Berlins ist dieses Vorgehen ein Beispiel, wie kommunale Anbieter digitale Anzeigen mit vorhandenen Auslastungsdaten verknüpfen können, um Infrastruktur effizienter zu nutzen. Für Städte mit mehreren Bädern oder Freizeiteinrichtungen bieten sich ähnliche Anwendungen an, etwa für Parkplätze, Museen oder Naturbäder.
Technik, Partner und Steuerung
Die BBB arbeiten für das Projekt mit der Werbeagentur glow und dem Außenwerber WallDecaux zusammen. Letzterer beschreibt die Schaltung als programmatisch gesteuert; Inhalte werden dynamisch an Wetter und Besucherlage angepasst. So sollen die Anzeigen nur bei entsprechendem Sommerwetter erscheinen und die Daten fortlaufend aktualisieren.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Bildschirme | 82 |
| Pro Bildschirm angezeigte Bäder | 3 |
| Partner | glow, WallDecaux |
Für Verantwortliche in Kommunen ist die Lösung eine praxisnahe Blaupause: Mit vorhandenen Auslastungsdaten und gezielter Außenwerbung lassen sich Besucherströme steuern, Informationsbedürfnisse der Bevölkerung befriedigen und Betriebsspitzen glätten. Konkrete Effekte auf Einlasszeiten oder wirtschaftliche Kennzahlen der Bäder müssen allerdings erst über Nutzungsdaten und Auswertungen nach dem Sommerabschluß bewertet werden.