Die Stadt Traun im Bezirk Linz-Land hat ihre Bewohnerinnen und Bewohner angesichts stark gestiegener Wasserverbräuche eindringlich zum Sparen aufgefordert. Nach Angaben der Gemeinde verbrauchen die knapp 28.000 Einwohner an einem normalen Sommertag etwa 6 Millionen Liter Trinkwasser; in der zweiten Hitzewelle stieg dieser Wert auf rund 7,3 Millionen Liter.
Warum Sparen notwendig ist
Die anhaltende Hitzeperiode und der erhöhte Bedarf belasten laut Stadt das kommunale Versorgungssystem. Ziel der Maßnahmen ist nicht nur, akute Versorgungsengpässe zu verhindern, sondern auch die Infrastruktur zu schonen und die Trinkwasserqualität zu sichern. Die Stadt appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung und empfiehlt, Gartenbewässerung auf tatsächlichen Bedarf zu beschränken sowie zu den kühleren Tageszeiten (früher Morgen, Abend) durchzuführen.
„Die anhaltende Hitzeperiode und der außergewöhnlich hohe Wasserverbrauch bringen unser Versorgungssystem zunehmend an seine Grenzen. Nur durch einen verantwortungsvollen und bewussten Wasserverbrauch können wir trotz unserer leistungsfähigen Infrastruktur Versorgungsengpässe verhindern“
Konkrete Hinweise und rechtliche Grundlagen
- Gärten nur bei Bedarf und vorzugsweise morgens oder abends gießen.
- Unnötiger Verbrauch vermeiden: Autowaschen, Vollbäder u.ä. einschränken.
- Bei eigenem Brunnen oder Regenwassernutzung gelten die kommunalen Beschränkungen für Leitungswasser nicht.
Die rechtliche Basis für mögliche Einschränkungen liefert das Oberösterreichische Wasserversorgungsgesetz (2015). Konkret ermöglicht Paragraph 9 Gemeinden, in der Wasserleitungsordnung bei öffentlichem Interesse (etwa Wasserknappheit) die Verwendung von Leitungswasser einzuschränken. Verstöße gegen solche Erlässe sind Verwaltungsübertretungen und können mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Was das für Haushalt und Garten bedeutet
Für Haushalte heißt das: Bewusster Verbrauch kann helfen, formelle Einschränkungen zu vermeiden. Wer Möglichkeiten hat, Regenwasser zu sammeln oder einen eigenen Brunnen nutzt, kann diese Quellen weiter verwenden; Einschränkungen betreffen nur die öffentliche Gemeindewasserversorgung. Für Hausverwaltungen und Betriebe gilt es, geplante Wasserverschwendungen (z. B. regelmäßiges Sprengen von Grünflächen mit Leitungswasser) zu überdenken.
| Parameter | Normal | Wärmeperiode |
|---|---|---|
| Bevölkerung (ca.) | 28.000 | |
| Täglicher Trinkwasserverbrauch | 6.000.000 l | 7.300.000 l |
Die Stadt wird mögliche weitere Maßnahmen öffentlich bekannt geben — etwa über die Amtstafel oder die digitale Gemeindezeitung — sollte sich die Lage weiter zuspitzen. Für die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Linz-Land bedeutet das: Kurzfristig durchdacht sparen, langfristig aber auch Regenwassernutzung und andere sparsame Maßnahmen prüfen.