Die Mini-Skulpturen verschwinden aus dem Mirabellgarten
Im Salzburger Mirabellgarten sind zahlreiche der seit dem 15. Juli ausgestellten goldfarbenen Mozart-Figuren aus Kunststoff entwendet worden. Ursprünglich waren 230 der Miniaturskulpturen dort platziert; nach Auskunft der beteiligten Stellen dürfte inzwischen rund die Hälfte fehlen. Der verantwortliche Künstler, Ottmar Hörl, hat daraufhin Anzeige bei der Salzburger Polizei erstattet.
Die mutwilligen Entnahmen haben eine polizeiliche Aufnahme nach sich gezogen: Laut Medienberichten und einer Bestätigung gegenüber der APA gab es bereits eine Strafanzeige durch eine Vertretung des Künstlers am 27. Juli. Der geschätzte Schaden beläuft sich nach den Angaben des Künstlers auf mehr als 10.000 Euro. Als unmittelbare Schutzmaßnahme wurden die verbleibenden Figuren dichter aufgestellt.
Bedeutung für Stadtraum und Kultur
Für Salzburg sind die Vorfälle mehrschichtig relevant: Es geht nicht nur um materielle Werte, sondern auch um die Zugänglichkeit von Kunst im öffentlichen Raum. Solche künstlerischen Eingriffe in bekannte Stadträume wie den Mirabellgarten sollen ein breites Publikum ansprechen; Entwendungen untergraben diese Intention und stellen Veranstalter sowie Künstler vor die Frage, wie öffentliche Kunst künftig geschützt oder gestaltet werden kann, ohne die Offenheit zu verlieren.
- Ausstellungsbeginn: 15. Juli
- Anzahl ursprünglich: 230 Figuren
- Stand geschätzte Entwendungen: rund die Hälfte
- Anzeige: durch Vertreter des Künstlers am 27. Juli
- Geschätzter Schaden: > 10.000 Euro
„Es ist kein Kavaliersdelikt und bleibt ein Diebstahl.“
Dieses Zitat der Polizei hebt hervor, dass die Ermittler die Vorfälle ernst nehmen und zur Anzeige motivieren. Die Polizei geht nach eigener Einschätzung von zahlreichen Tätern aus; viele hätten vermutlich nur eine oder zwei Figuren entwendet.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Ausstellungsstart | 15. Juli |
| Ursprüngliche Stückzahl | 230 |
| Geschätzte Entwendung | rund die Hälfte |
| Anzeigeerstattung | 27. Juli |
| Geschätzter Schaden | über 10.000 Euro |
Für Anrainerinnen und Besucher bedeutet das konkret: Wer etwas beobachtet hat oder eine der Figuren angeboten bekommt, sollte dies der Polizei melden. Die Ermittler bitten ausdrücklich um Hinweise, da viele der Diebe nur einzelne Stücke entwendet haben dürften. Zudem stellt sich die Frage, ob künftige Ausstellungen stärker gesichert werden müssen — etwa durch Aufsicht, Videoüberwachung oder veränderte Platzierung der Exponate — ohne den Charakter des Mirabellgartens als öffentlich zugänglichen Kulturort zu beeinträchtigen.
Die Folgen sind nicht nur finanzieller Natur: Entwendungen dieser Art schmälern das gemeinschaftliche Erlebnis von Kunst im Stadtraum. Die Entscheidung, die verbliebenen Figuren dichter aufzustellen, ist eine pragmatische Reaktion; sie könnte kurzfristig weiteren Verlust verhindern, löst aber nicht das grundsätzliche Problem von Schutz und Zugänglichkeit.
Die Polizei in Salzburg hat darum ersucht, jede beobachtete Straftat zur Anzeige zu bringen und mögliche Beobachtungen mitzuteilen. Bislang liegen keine weiteren Details zu den Beschuldigten vor; die Ermittlungen konzentrieren sich auf die näheren Umstände der Entwendungen und auf Hinweise aus der Bevölkerung.