Sanierung der Volksschule Nord in Eferding steht zur Debatte
Die denkmalgeschützte Volksschule Nord in Eferding weist laut Gutachten erhebliche Mängel auf: die Garderoben im Keller sind stark abgewohnt, die Wege zu den Klassenräumen sind nicht barrierefrei. Eine bloße Teilsanierung erscheint angesichts des Zustands nicht ausreichend. Fachleute sprechen von einem Projekt, das den gesamten Bau vom Keller bis zum Dach betreffen würde.
Der zuständige Architekt Herwig Gruber beschreibt das Ausmaß der notwendigen Arbeiten prägnant:
„So ein Gebäude wird bei einer Generalsanierung vom Keller bis zum Dach innerhalb der denkmalgeschützten Hülle komplett neu gebaut.“
Aus Sicht der Stadt Eferding ist dieses Ausmaß mit den verfügbaren Mitteln nicht zu stemmen. Bürgermeister Christian Penn (SPÖ) weist darauf hin, dass sich die finanzielle Lage in vielen Gemeinden zuspitzt: Große Sanierungsprojekte sind zunehmend schwer zu finanzieren.
Konsequenzen für Schüler, Lehrbetrieb und Haushalt
Eine umfangreiche Sanierung würde voraussichtlich längere Bauphasen und damit temporäre Schulorganisation nötig machen. Die konkreten Folgen können sein:
- Vorübergehende Verlagerung von Klassen oder gestaffelter Unterrichtsbetrieb
- Zusätzliche Kosten für Ausweichräume oder Transport
- Langfristige Einsparungen durch energieeffiziente Bauweise, aber hohe Vorlaufkosten
Die Stadt strebt nach Angaben der Verantwortlichen an, die denkmalgeschützte Hülle des Gebäudes zu erhalten. Ein vollständiger Neubau werde als Alternative geprüft, wobei ein Neubau laut Architekt oft günstiger sein könne als eine Generalsanierung innerhalb der denkmalgeschützten Fassade.
Gemeinsame Lösungen und übergemeindliche Beispiele
Als möglicher Weg wird in Eferding ein koordiniertes Vorgehen diskutiert: Die Volksschule Nord soll zeitgleich mit einer weiteren Schule in der Stadt saniert werden, um Synergien zu nutzen und Fördermöglichkeiten besser ausschöpfen zu können. Das Vorgehen deutet darauf hin, dass die Stadt auf Kooperationen und Fördermittel angewiesen ist, um die Kostenlast zu verteilen.
Zum Vergleich wird im Beitrag Steyr genannt, wo der hohe Bestand an denkmalgeschützten Gebäuden schon lange Sanierungsfragen prägt. In Steyr gebe es eine größere Erfahrung mit der Finanzierung und Umsetzung solcher Projekte, was für Eferding als Beispiel dienen kann.
| Aspekt | Situation in Eferding |
|---|---|
| Gebäude | Volksschule Nord, denkmalgeschützt |
| Zustand | Garderoben schlecht, Klassenzimmer nicht barrierefrei |
| Empfohlenes Vorgehen | Generalsanierung innerhalb der Hülle oder Neubau prüfen |
| Finanzielle Lage | Stadt kann Kosten voraussichtlich nicht alleine tragen |
Was jetzt wichtig ist
Für Eltern, Lehrkräfte und Gemeindebevölkerung bleibt zentral, dass die Stadtverwaltung zeitnah ein belastbares Sanierungskonzept und Finanzierungsmodell vorlegt. Nur so lassen sich Unterrichtsausfälle vermeiden und rechtzeitig Fördermöglichkeiten prüfen. Die geplante gleichzeitige Sanierung mit einer weiteren Schule könnte administrative und finanzielle Vorteile bringen, setzt aber eine rasche Koordination voraus.
In den kommenden Wochen wird die weitere Konzeption erwartet. Für die Bürgerinnen und Bürger Eferdings bleibt wichtig, den Fortgang der Planungen zu verfolgen und gegebenenfalls Beteiligungs- oder Informationsangebote der Stadt zu nutzen.