Wie der Service funktioniert und warum er beliebt ist
Der sogenannte Cash-Back-Service erlaubt es Kundinnen und Kunden, beim Bezahlen im Supermarkt zusätzlich Bargeld abzuheben. Der Vorteil liegt auf der Hand: Einkauf und Bargeldversorgung werden in einem Schritt erledigt, ein zusätzlicher Gang zum Geldautomaten entfällt.
Schwachstellen: Technik, Sicherheit und Datenschutz
Gegen diese Bequemlichkeit stehen jedoch erhebliche Nachteile. Supermarktkassen sind primär für den Warenverkauf ausgelegt, nicht für Bankdienstleistungen. Kommt es zu einer Störung im Kartenleser oder sind Selbstbedienungskassen überlastet, kann der gesamte Vorgang blockieren. Geldautomaten und Cash-Recycler sind in der Regel robuster, unabhängiger von Ladenöffnungszeiten und oft rund um die Uhr nutzbar.
- Sicherheit: An belebten Kassen ist die PIN-Eingabe schwerer zu schützen. Experten sehen an SB-Kassen ein erhöhtes Diebstahlrisiko, wodurch manche Händler bereits KI-Kameras einsetzen.
- Datenschutz: Jeder Bargeldbezug wird im Kassensystem erfasst. In Kombination mit Kundenkarten oder Bonus-Apps können detaillierte Einkaufsprofile entstehen.
- Praktikabilität für Händler: Die Abwicklung verursacht Kosten und organisatorischen Aufwand, etwa durch Bankgebühren.
Finanzielle Belastung für Handel und Branchenzahlen
Für Händler ist der Service nicht nur logistischer Aufwand, sondern auch teurer. Laut Handelsforschern entstanden den Supermärkten und anderen Anbietern 2023 erhöhte Belastungen durch Bankgebühren.
| Jahr | Betrag (Bankgebühren) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2023 | 17 Millionen Euro | +25% gegenüber Vorjahr |
Was Kundinnen und Kunden beachten sollten
Wer Bargeld beim Einkauf mitnimmt, sollte sich der Risiken bewusst sein und gegebenenfalls Alternativen prüfen:
- Bei hohen Beträgen lieber einen Geldautomaten nutzen.
- PIN-Eingabe durch Sichtschutz schützen und nach Möglichkeit Abstand halten.
- Auf Bonus-Apps und Kundenkarten verzichten, falls keine Verknüpfung zwischen Einkauf und persönlichem Profil gewünscht ist.
Der Service bleibt praktisch, doch Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Händler müssen die Kompromisse zwischen Komfort, Kosten und Sicherheit gegeneinander abwägen.