Die Jagd auf LASK beginnt
Der Auftakt zur neuen Saison der österreichischen Fußball-Bundesliga brachte gleich zu Beginn ein klares Signal: Meister LASK setzte sich in der ersten Partie mit 3:0 gegen GAK durch und gab damit das Tempo vor. Am Samstag folgen zwei gewichtige Prüfsteine für die Verfolger: Vizemeister Sturm Graz muss bei der WSG Tirol ran, Red Bull Salzburg empfängt unterdessen den TSV Hartberg — zugleich das Debüt von Neo-Trainer Danny Röhl auf nationaler Bühne.
Sturm mit makroser Serie und Warnhinweis
Sturm Graz reist mit beeindruckender Bilanz an: In der Champions-League-Qualifikation und im ÖFB-Cup gelangen der Mannschaft um Coach Fabio Ingolitsch bislang drei klare Siege, zudem steht die Defensive ohne Gegentor da. Insgesamt weist die Serie der Grazer eine bemerkenswerte Unbesiegbarkeit auf — laut Statistik sind es aktuell 16 ungeschlagene Spiele. Trotzdem bleibt die Mannschaft gewarnt, denn in der vergangenen Saison gab es gegen die WSG zwei Niederlagen.
„Diese letzte Niederlage – unsere einzige in der Liga, seit ich das Team übernehmen durfte – war in Tirol, dementsprechend gewarnt, aber auch motiviert gehen wir in dieses Spiel“,
so Ingolitsch, der zugleich offenlegt, dass ein wichtiger Offensivspieler nicht zur Verfügung steht: Spielmacher Otar Kiteischwili fällt wegen einer Wadenblessur aus; zudem sind Einsätze von zwei bis drei Akteuren noch ungewiss. Die Marschroute des Trainers ist klar: Intensität, Proaktivität und das Ausspielen der eigenen Stärken sollen den Erfolg sichern.
WSG Tirol formiert neu
Die Gastgeber aus Tirol haben den Sommer genutzt, personell umzubauen: Über ein Dutzend Abgänge machen die Mannschaft noch zu einem Werk in Arbeit. Trainer Philipp Semlic betont die normale Entwicklungskurve einer neu zusammengesetzten Mannschaft und bremst überzogene Erwartungshaltungen.
„Wir sind noch nicht so weit wie am Ende der letzten Saison, was aber normal ist“,
erklärte Semlic und verweist auf die notwendige Zeit zur Abstimmung.
- Match: WSG Tirol – Sturm Graz
- Ort: Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol
- Anstoß: Samstag, 17.00 Uhr
- Schiedsrichter: Ebner
| Team | Voraussichtliche Aufstellung (Auswahl) |
|---|---|
| WSG Tirol | Hamzic – Murray, Kubatta, Boras, Satin – Balic, Gschösser, Celic – Baden Frederiksen, Olakigbe – Ola-Adebomi |
| Sturm Graz | Chudjakow – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo – S. Seidl, Weinhandl, Gorenc Stankovic, Hödl – Wlodarczyk, Jatta |
Folgen für die Tabelle und Ausblick
Der erfolgreiche Auftakt des Meisters setzt die Verfolger unter Druck: Sturm und Salzburg müssen nachlegen, wollen sie den Favoriten rasch in Reichweite bringen. Für Sturm ist die Partie in Innsbruck bedeutsam, um Momentum aus den bisherigen Pokal- und Qualifikationsspielen in den Ligabetrieb zu übertragen. Salzburgs Auftritt gegen Hartberg wird das erste Bild des Teams unter Danny Röhl liefern, wichtige Hinweise auf Taktik und Kaderrotation inklusive.
Die ersten Spieltage könnten bereits früh die Richtung der Saison andeuten: Hält Sturm die Serie, wächst der Druck auf LASK; gelingen dem Meister weitere klare Ergebnisse, definiert sich das Feld neu. In jedem Fall beginnt die Titeljagd mit einem hohen Anspruch an Konstanz, Robustheit und Kaderdisziplin — und die kommenden Wochen werden zeigen, welche Teams diese Kriterien am besten erfüllen.