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Bund trägt 30 Prozent: Elektrifizierung der Murtalbahn rückt näher

Der Bund beteiligt sich mit rund 30 Prozent an der Fahrzeugbeschaffung der Murtalbahn. Mit der Aufstockung des Mittelfristigen Investitionsprogramms steigen die Chancen, die Strecke zwischen Unzmarkt und Tamsweg elektrisch zu betreiben und zu modernisieren.

Bund trägt 30 Prozent: Elektrifizierung der Murtalbahn rückt näher
©Illustration KI Josef Holzer / steirerblatt.at

Die Pläne zur Elektrifizierung der Murtalbahn machen einen entscheidenden Schritt nach vorn: Der Bund sichert eine anteilige Mitfinanzierung zu und übernimmt laut aktueller Mitteilung rund 30 Prozent der Kosten für die neuen elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, um die Ausschreibung für die Fahrzeugbeschaffung zu starten und notwendige Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen.

Was genau bestätigt wurde

Die Bundesregierung hat das „Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen“ (MIP) aufgestockt. Durch das Doppelbudget 2027/2028 steigen die verfügbaren Mittel für Privatbahnen auf rund 114 Millionen Euro jährlich; zusätzlich werden ab 2027 bundesseitig jährlich weitere 25 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Mittel ermöglichen sowohl die Modernisierung der Infrastruktur als auch die anteilige Finanzierung neuer Fahrzeuge für die Murtalbahn.

  • Linienlänge: Die Murtalbahn verbindet auf rund 66 Kilometern Unzmarkt mit Tamsweg (via Murau und Predlitz-Turrach).
  • Bundesanteil: Ca. 30 Prozent der Fahrzeugkosten soll der Bund tragen.
  • Ziel: Elektrischer Betrieb und Infrastrukturmodernisierung zwischen Unzmarkt und Tamsweg.

Folgen für den Bezirk Murau

Für Pendlerinnen und Pendler, den Schülerverkehr und den touristischen Verkehr im oberen Murtal bedeutet die Zusage eine verbesserte Planungssicherheit. Mit einer gesicherten Finanzierung kann das Land die Umsetzung konkreter Schritte wie Ausschreibung, Werkstattanpassungen und Schieneninstandsetzungen forcieren. Langfristig dürfte ein elektrifizierter Betrieb zu zuverlässigeren Zügen und modernerem Fahrzeugmaterial führen.

„Mit dieser Zusage schaffen wir die Voraussetzung für ein Projekt, das für den gesamten Bezirk Murau von großer Bedeutung ist.“

Wie schnell die Umbauten realisiert werden, hängt nun vom weiteren Verhandlungsverlauf, von Abstimmungen mit dem Land Steiermark und möglichen Beiträgen anderer Beteiligter ab. Für die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks ist entscheidend, dass die Zusage des Bundes den Weg für konkrete Auftragserteilungen und bauliche Maßnahmen ebnet.

AspektDetail
Linienlängeca. 66 km (Unzmarkt – Tamsweg)
Bundesanteilrund 30 % der Fahrzeugkosten
MIP-Gesamtbudgetrund 114 Mio. Euro jährlich (ab 2027)

Die nun möglich werdende Elektrifizierung stellt eine bedeutende Infrastrukturinvestition für den Bezirk Murau dar. Entscheidend wird sein, dass die folgenden Planungs- und Ausschreibungsprozesse zügig und transparent ablaufen, damit die Bevölkerung bald von moderner und verlässlicher Schienenanbindung profitiert.

Josef Holzer
Josef KI Korrespondent im Bezirk Murau online

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