Die Bahnverbindung am östlichen Bodensee wird deutlich länger unterbrochen als zuerst angekündigt. Nach Angaben der Deutschen Bahn dauern die Bauarbeiten zwischen Kressbronn und Lindau voraussichtlich bis Anfang Oktober. Damit verlängert sich die Sperre von zunächst geplanten vier Wochen auf rund drei Monate.
Was das für Reisende bedeutet
Für Pendler und Urlauber bedeutet die Verlängerung: weiterhin Ersatzbusse, zusätzliche Umstiege und längere Reisezeiten. Betroffen sind neben Regionalzügen auch Fernverbindungen, wodurch Fahrgäste auf anderen Relationen mit Einschränkungen rechnen müssen.
- Linien betroffen: Regional-Express (RE) und Regionalbahn (RB) zwischen Friedrichshafen und Lindau sowie einzelne Fernverkehrsverbindungen.
- Dauer: Sperrung voraussichtlich bis Anfang Oktober (Verlängerung gegenüber ursprünglichem Zeitplan).
- Folgen: Schienenersatzverkehr, Umstiege, längere Fahrzeiten, spürbare Belastung während der Sommerferien.
Gründe für die Verzögerung
Die Bahn nennt unerwartete technische Probleme als Ursache: Das Schotterbett unter einem Gleis am Bahnhof Lindau-Aeschach habe sich als nicht mehr tragfähig erwiesen und müsse kurzfristig erneuert werden. Dadurch sind umfangreichere Arbeiten nötig als ursprünglich geplant.
„Das trifft uns natürlich sehr“, sagte Tobias Pellot, Bürgermeister von Nonnenhorn, und machte damit die Sorge der Gemeinden deutlich.
Kommunalpolitiker aus der Region zeigen sich verärgert und fordern, dass die Bahn alle Möglichkeiten ausschöpft, um die Arbeiten zu beschleunigen und die Auswirkungen für Fahrgäste und Tourismus möglichst gering zu halten. Vor allem zum Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg sei die Bahnanbindung wichtig.
Praktische Hinweise für Reisende aus dem Bezirk Baden
Wer in den kommenden Wochen an den Bodensee fahren möchte, sollte die Reise vorher sorgfältig planen: Verbindungen online prüfen, zusätzliche Reisezeit einrechnen und alternative Anreisemöglichkeiten erwägen. Bei internationalen Verbindungen über München oder Innsbruck sind ebenfalls Verzögerungen möglich, wenn Anschlüsse von den Ersatzangeboten betroffen sind.
| Aspekt | Konsequenz |
|---|---|
| Dauer der Sperre | Bis Anfang Oktober (statt nahe vier Wochen) |
| Verkehrsmittel | Schienenersatzverkehr (Busse), Umstiege |
| Regionale Auswirkung | Belastung für Bodensee-Tourismus während der Hauptsaison |
Für verlässliche Verbindungen empfiehlt es sich, die Fahrplanauskünfte der Deutschen Bahn kurz vor Antritt zu konsultieren und bei Anschlussverbindungen Pufferzeit einzuplanen. Die Situation ist besonders relevant für Familienausflüge und Sommerurlauber, die auf direkte Zugverbindungen an den Bodensee angewiesen sind.