Biofuel Express liefert HVO an BMW Motoren GmbH in Steyr
Der Entwicklungsstandort der BMW Group in Steyr bezieht seit Juni 2026 fossilfreien Dieselkraftstoff vom Wiener Anbieter Biofuel Express Austria. Das Unternehmen aus Wien-Hietzing hat eine Liefervereinbarung mit der BMW Motoren GmbH geschlossen; der gelieferte Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) wird laut Vereinbarung für den Betrieb von Prüfständen und Versuchsträgern in der Dieselmotoren-Entwicklung am Standort verwendet.
HVO ist ein erneuerbarer Dieselkraftstoff, der vollständig aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird. In der Aussendung des Lieferanten heißt es, dass gegenüber herkömmlichem Diesel CO2-Einsparungen von bis zu 90 Prozent möglich sind. Durch die Nutzung von HVO können demnach vorhandene Fahrzeuge und die bestehende Infrastruktur weiter betrieben werden, während sich der CO2-Fußabdruck deutlich verringert.
„Mit HVO kann der CO2-Fußabdruck von bestehenden Fahrzeugen deutlich reduziert werden, gleichzeitig können Infrastruktur und bewährte Antriebstechnologien beibehalten werden. Die Lieferung an den BMW Group Entwicklungsstandort Steyr ist ein wichtiges Signal für Technologieoffenheit gegenüber erneuerbaren Lösungen – und zeigt, dass sich HVO100 in bestehende Fahrzeuge und Infrastruktur integrieren lässt“, sagt Susanne Nohel, Chief Operating Officer bei Biofuel Express.
Konkrete Bedeutung für den Standort Steyr
Für den Standort in Steyr bedeutet die Vereinbarung eine praktikable Ergänzung der bestehenden Entwicklungsprozesse: Prüfstände und Versuchsträger können weiterhin mit bewährten Motorentechnologien betrieben werden, ohne komplett auf neue Infrastruktur oder Antriebskonzepte umstellen zu müssen. Das ist besonders relevant für Entwicklungsprozesse, die Vergleichs- und Langzeitmessungen erfordern.
Aus lokaler Sicht sind folgende Punkte hervorzuheben:
- Kontinuität: Prüfstände bleiben einsatzfähig, ohne auf konventionellen Diesel angewiesen zu sein.
- Klimareduktion: Potenziell hohe CO2-Einsparungen bei laufenden Tests und Entwicklungsfahrten.
- Versorgungssicherheit: HVO wird als rasch verfügbare Brückentechnologie beschrieben, die weniger von internationalen Preisschwankungen betroffen sein soll.
Damit positionieren sich sowohl der Lieferant als auch der Entwicklungsstandort in Steyr als Akteure, die erneuerbare Kraftstoffe in die Praxis bringen, ohne für jede Maßnahme umfangreiche technische Umstellungen vornehmen zu müssen.
Wirtschaftliche und technologische Perspektiven
Biofuel Express Austria ist laut Mitteilung eine Tochter des skandinavischen Unternehmens Biofuel Express und zählt zu den führenden Anbietern fossilfreier Treibstoffe in Österreich. Die Vereinbarung mit BMW festigt demnach die Marktpräsenz des Unternehmens in Österreich. In der Mitteilung wird HVO als Brückentechnologie beschrieben, die insbesondere unter geopolitischen Unsicherheiten als kurzfristig praktikable Lösung für Unternehmen im Mobilitätssektor dienen kann.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Lieferant | Biofuel Express Austria |
| Empfänger | BMW Motoren GmbH (Entwicklungsstandort Steyr) |
| Beginn der Lieferung | Juni 2026 |
| Verwendung | Prüfstände und Versuchsträger in der Dieselmotoren-Entwicklung |
| Potenzielles CO2-Einsparpotenzial | bis zu 90 % |
Für Unternehmen und Beschäftigte in Steyr heißt das: Entwicklungsarbeit kann unter reduziertem CO2-Aufwand fortgesetzt werden, ohne dass kurzfristig umfassende Umrüstungen erforderlich sind. Zugleich sendet die Vereinbarung ein Signal in Richtung technologische Offenheit: Erneuerbare Kraftstoffe wie HVO können neben alternativen Antrieben eine Rolle in Übergangsperioden spielen.
Rückfragen zu der Mitteilung wurden in der Originalaussendung an die Agentur Inpublic beziehungsweise Mag. Jochen Prüller verwiesen.