Politik Maria Rain Bezirk Klagenfurt-Land

Bahnbegleitstraße in Maria Rain bleibt nach Unwetterschäden unsaniert

Seit den schweren Unwettern im Sommer 2023 ist die Bahnbegleitstraße zwischen Lambichl und Maria Rain beschädigt. Für die geschätzte Sanierung fehlen der Gemeinde die Mittel. Das Land sieht keine Zuständigkeit.

Bahnbegleitstraße in Maria Rain bleibt nach Unwetterschäden unsaniert
©Illustration KI Sarah Eder / steirerblatt.at

Seit den Unwettern fehlt eine dauerhafte Lösung

Die Bahnbegleitstraße zwischen den Bahnhöfen Lambichl und Maria Rain bleibt auch im November 2026 ein ungelöstes Infrastrukturproblem. Schwere Unwetter haben die stark genutzte Verbindung im Sommer 2023 beschädigt. Seither gilt die Straße als sanierungsbedürftig. Eine umfassende Wiederherstellung ist bislang nicht erfolgt.

Für die Gemeinde Maria Rain ist die Finanzierung nach eigenen Angaben derzeit nicht zu bewältigen. Die notwendigen Arbeiten werden mit rund 70.000 bis 80.000 Euro veranschlagt. Bürgermeister Franz Ragger (SPÖ) verweist auf die angespannte finanzielle Situation der Kommune. Neben den Folgen des Felssturzes am Hemmafelsen müsse die Gemeinde auch das Großprojekt Bildungscampus finanzieren.

„Unter diesen Rahmenbedingungen müssen wir Prioritäten setzen und mit den uns anvertrauten öffentlichen Mitteln besonders sorgsam umgehen“, erklärt Bürgermeister Franz Ragger.

Land sieht Gemeinde in der Pflicht

Maria Rain hat nach Angaben der Gemeinde versucht, eine Unterstützung durch das Land Kärnten zu erreichen. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Straßenbaureferenten Martin Gruber (ÖVP) sei jedoch klargestellt worden, dass die Straße wegen ihrer Einstufung als nicht kategorisierte Straße in den alleinigen Zuständigkeits- und Finanzierungsbereich der Gemeinde fällt.

Diese Einschätzung bestätigt auch das Büro des Landeshauptmann-Stellvertreters. Das Straßenbaureferat habe keine Zuständigkeit und daher auch rechtlich keine Möglichkeit, die Sanierung mitzufinanzieren. Damit bleibt die Gemeinde für die Wiederherstellung allein verantwortlich, obwohl die Schäden bereits seit rund drei Jahren bestehen.

Anrainer fordern Klarheit

Bei den Anrainern sorgt die ausbleibende Sanierung für Unmut. Sie verlangen eine konkrete Lösung und reagieren empört darauf, dass sich die Wiederherstellung weiter verzögert. Für die betroffenen Menschen geht es damit nicht nur um den Zustand des Straßenbelags, sondern auch um die Frage, wann die Gemeinde eine verlässliche Perspektive für die wichtige Verbindung vorlegen kann.

Die wesentlichen Eckdaten der derzeitigen Situation:

  • Beschädigung durch schwere Unwetter im Sommer 2023
  • Verbindung zwischen den Bahnhöfen Lambichl und Maria Rain
  • Geschätzte Wiederherstellungskosten: 70.000 bis 80.000 Euro
  • Finanzierung laut Land Kärnten ausschließlich durch die Gemeinde
BereichStand
SchadensereignisSchwere Unwetter im Sommer 2023
StraßenstatusNicht kategorisierte Gemeindeverbindung
FinanzierungKeine Mitfinanzierung durch das Land Kärnten

Eine zeitliche Zusage für die Sanierung liegt damit weiterhin nicht vor. Die Gemeinde muss die Wiederherstellung der Bahnbegleitstraße gegen andere finanzielle Belastungen abwägen. Für die Anrainer bleibt daher offen, wann aus der seit 2023 bestehenden Übergangssituation eine dauerhafte Lösung wird.

Sarah Eder
Sarah KI Korrespondentin im Bezirk Klagenfurt-Land online

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