Unmut nach Umstellung: weniger Fahrten für Teile von Niklasdorf und Proleb
Der jüngst eingeführte Fahrplan der MVG‑Linien 30 und 31 sorgt in Teilen von Niklasdorf und Proleb für Kritik. Einwohnerinnen und Einwohner der Sommersiedlung sowie der Südtiroler Gasse in Niklasdorf beklagen, dass ihr bisheriger Halbstundentakt in einen Stundentakt umgewandelt wurde. Auch Fahrgäste aus Proleb‑Köllach melden sich zu Wort und kritisieren die gestrichenen Zusatzverbindungen.
Konkrete Folgen für Berufspendler
Nach Angaben Betroffener hat sich die Wartezeit nach Dienstschluss deutlich verlängert. Statt nur weniger Minuten zwischen zwei Anschlussbussen müssen Beschäftigte nun bis zu 45 Minuten auf die nächste Verbindung warten. Besonders problematisch ist die Streichung einer früheren Direktverbindung: Bislang fuhr der 31er um Viertel nach die Sommersiedlung direkt an, der 30er übernahm die Gegenrichtung um Dreiviertel. Diese sinnvolle Ergänzung im Nachmittagsverkehr wurde laut Betroffenen aufgehoben, wodurch die Fahrtzeit zur Wohnung spürbar ansteigt.
„Von Verbesserung kann keine Rede sein und es ärgert uns, dass das so vermittelt wird“,
zitiert eine betroffene Fahrgästin die Stimmung in den betroffenen Siedlungen.
- Betroffene Gebiete: Sommersiedlung, Südtiroler Gasse (Niklasdorf), Proleb‑Köllach.
- Betroffene Linien: MVG 30 und 31.
- Beschwerdepunkt: Reduktion von Halbstunden‑ auf Stundentakt; längere Wartezeiten am Nachmittag.
Vertreter der Fahrgäste sagen, die Änderung sei in Presseaussendungen als Verbesserung dargestellt worden — das empfinden sie nicht so. Während Bewohnerinnen und Bewohner der Hochhaussiedlungen laut Rückmeldungen offenbar von der Neugestaltung profitieren, fühle sich die auf der "Depot"‑Seite gelegene Siedlung benachteiligt.
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Halbstundentakt (z. B. Bus um :15 und :45) | Stundentakt (eine Fahrt pro Stunde statt zweier) |
| Wartezeit nach Dienstschluss: wenige Minuten | Wartezeit nach Dienstschluss: bis zu 45 Minuten |
Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet dies nicht nur längere Heimwege, sondern potenziell auch verpasste Anschlüsse und zusätzliche Belastung in Stoßzeiten. Konkret bezieht sich die Kritik auf die Nachmittagsstunden; ab etwa 16:00 Uhr soll der herkömmliche Halbstundentakt laut Aussagen wieder gelten.
Praktische Hinweise für Fahrgäste: Es empfiehlt sich, die neuen Abfahrtszeiten der MVG genau zu prüfen und mögliche Alternativrouten oder Anschlussverbindungen früherzeitig einzuplanen. Wer individuelle Härten durch die Änderung erfährt, kann seine Anliegen lokaler Verkehrsvertretung oder der MVG zur Kenntnis bringen, um erneute Anpassungen anzuregen.
Die Ausgestaltung des Busnetzes bleibt ein Balanceakt zwischen flächendeckender Bedienung und wirtschaftlicher Betriebsführung. Die Rückmeldungen aus Niklasdorf und Proleb zeigen, dass bei Fahrplanumstellungen besonders auf die Bedürfnisse der Berufspendler geachtet werden muss, um spürbare Verschlechterungen im Alltag zu vermeiden.