Massive Investitionen in lokale Wärmeversorgung
Die Betreiber der Ortswärme St. Johann führten in ihrer Generalversammlung detailliert die Fortschritte bei der lokalen Energieversorgung aus: Seit dem Jahr 2007 wurden insgesamt 37,5 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt. Im vergangenen Geschäftsjahr entfielen davon 1,5 Millionen Euro auf laufende Investitionen.
Netz, Anschlüsse und eingesetzte Energieträger
Das Fernwärmenetz hat eine Trassenlänge von derzeit 51,5 Kilometern. Insgesamt wurden bisher 104,4 km Rohrleitungen verlegt. In Betrieb sind laut Bericht 899 Übergabestationen für 903 Hausanschlüsse, was die Bedeutung der Anlage für private Haushalte und Gewerbe in der Gemeinde unterstreicht.
- Investitionen gesamt: 37,5 Mio. €
- Investitionen zuletzt: 1,5 Mio. € (letztes Jahr)
- Trassenlänge Fernwärme: 51,5 km
- Verlegte Rohrleitungen: 104,4 km
- Übergabestationen / Hausanschlüsse: 899 / 903
"Seit 2007 hat die Ortswärme 37,5 Millionen € in den Ausbau der Infrastruktur zur nachhaltigen Energieversorgung von St. Johann und Umgebung investiert, allein im Vorjahr waren es 1,5 Mio. €", so Bgm. Stefan Seiwald.
Quellenmix und Klimawirkung
Die gelieferte Wärme setzt sich aus mehreren Quellen zusammen: 52 % stammen aus der Abwärme des Egger-Werks, 36 % aus Biomasse und 12 % aus fossilen Brennstoffen. Dieser Mix führt laut den präsentierten Zahlen zu einer jährlichen Einsparung von rund 28.000 Tonnen CO₂.
| Position | Zahl |
|---|---|
| Investitionen (seit 2007) | 37,5 Mio. € |
| Fernwärme-Trassenlänge | 51,5 km |
| Verlegte Rohrleitungen | 104,4 km |
| Übergabestationen / Hausanschlüsse | 899 / 903 |
| Jährliche CO₂-Einsparung | ~28.000 t |
Bedeutung für den Bezirk
Die Zahlen dokumentieren, dass die Ortswärme nicht nur ein technisches Versorgungsprojekt ist, sondern eine zentrale Rolle für die energetische Ausrichtung von St. Johann und Umgebung spielt. Die Nutzung von Abwärme in Kombination mit Biomasse reduziert den fossilen Anteil und wirkt sich direkt auf die lokale Klimabilanz aus. Für Hausbesitzer und Betriebe bedeutet das: eine alternative Wärmequelle, die langfristig Versorgungssicherheit und Potenzial für weitere CO₂-Reduktionen bieten kann.
Für die Zukunft bleiben Fragen zu klären, etwa wie sich der fossile Anteil weiter reduzieren lässt und welche Möglichkeiten es gibt, das Netz für zusätzliche Anschlüsse zu erweitern. Die vorgelegten Kennzahlen zeigen jedoch deutlich, dass die Ortswärme St. Johann bereits jetzt eine substanzielle Infrastruktur darstellt und einen spürbaren Beitrag zur lokalen Klimastrategie leistet.