Gefährliche Flucht über B125 und S10
Am Sonntagnachmittag kam es im Bezirk Freistadt zu einer gefährlichen Verfolgungsfahrt: Ein 51-jähriger Mann aus Linz setzte sich den Angaben der Polizei zufolge trotz mehrfacher Anhalteversuche mit hoher Geschwindigkeit ab und steuerte sein Fahrzeug über die Bundesstraße B 125 auf die Schnellstraße S 10 in Richtung Linz.
Die Beamten alarmierten mehrere Streifenwagen, nachdem ein Hinweis eingegangen war, dass der Mann erneut unter Alkoholeinfluss und offenbar beeinflusst durch Medikamente unterwegs sei. Trotz Blaulicht und Folgetonhorn reagierte der Lenker nicht, fuhr stattdessen mit riskanten Spurwechseln, abrupten Beschleunigungen und Bremsmanövern weiter und gefährdete dabei andere Verkehrsteilnehmer.
Unfall im Götschka-Tunnel und Festnahme
Die Flucht erreichte nach Polizeiangaben eine Spitze von bis zu 190 km/h. Selbst eine Sperre im Bereich des Götschka-Tunnels hielt den Fahrer nicht auf: Er zwängte sich trotz der Maßnahme an Polizeifahrzeugen vorbei, touchierte zuvor ein anderes Auto und ein Polizeifahrzeug und verlor am Ende die Kontrolle. Sein Wagen prallte gegen die Tunnelwand am Tunnelausgang. Der Lenker blieb dabei den Angaben zufolge unverletzt und konnte von der Polizei festgenommen werden.
Alkohol- und Medikamentenbefund, rechtliche Folgen
Ein vor Ort durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 2,26 Promille. Der Mann gab zudem an, Psychopharmaka eingenommen zu haben. Nach einer Untersuchung im Klinikum Freistadt wurde seine Fahruntauglichkeit festgestellt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie weiterer Verkehrsdelikte Anzeige erstattet. Er wurde laut Polizei auf freiem Fuß angezeigt.
- Ort: Götschka-Tunnel / S10 (Bezirk Freistadt)
- Alter des Fahrers: 51 Jahre
- Befund: 2,26 ‰ Alkohol, Einnahme von Psychopharmaka
- Folge: Festnahme, Anzeigen wegen mehrerer Delikte
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Höchste Geschwindigkeit | 190 km/h |
| Alkoholwert | 2,26 Promille |
| Verletzte | keine |
Für Anrainer und Pendler im Einzugsbereich der S10 und der B125 bleibt festzuhalten: Solche Vorfälle können erhebliche Gefährdungen darstellen, selbst wenn am Ende niemand verletzt wird. Die Polizei betont, dass Hinweise aus der Bevölkerung zur Verhinderung weiterer gefährlicher Fahrten wichtig sind. Die Ermittlungen laufen, weitere Details zu den rechtlichen Schritten wurden von der Exekutive in Aussicht gestellt.