Sanierung nach drei Jahrzehnten: Altstoffsammelzentrum Blasnitzen wird modernisiert
Das Altstoffsammelzentrum in Blasnitzen steht vor einer umfassenden Erneuerung. Für die Arbeiten sind insgesamt rund 756.000 Euro veranschlagt; beteiligt an dem Vorhaben sind die Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach, die Gemeinde Sittersdorf sowie seit kurzem auch die Gemeinde Globasnitz. Der Standort, der auf dem ehemaligen Fabrikgelände nahe der Ortseinfahrt von Bad Eisenkappel liegt, wurde vor etwa dreißig Jahren eröffnet und dient seitdem der umweltgerechten Sammlung von Altstoffen für die Region.
Finanzierung und Förderkomponenten
Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: Aus Landesmitteln kommen ein Beitrag aus dem Referat für Interkommunale Zusammenarbeit sowie eine reguläre Förderung durch die Umweltabteilung. Die verbleibenden Kosten werden zwischen den drei beteiligten Gemeinden nach dem jeweiligen Bevölkerungsschlüssel aufgeteilt. Die genaue Aufteilung orientiert sich an den gültigen Verteilungsmodalitäten der Gemeinden.
| Position | Betrag (Euro) |
|---|---|
| Gesamtkosten | 756.000 |
| Beitrag Referat Interkommunale Zusammenarbeit | ca. 210.000 |
| Reguläre Förderung Umweltabteilung | 10 % der Gesamtkosten |
| Rest (aufgeteilt auf Gemeinden) | Verbleibende Summe gemäß Bevölkerungsschlüssel |
Gemeinsamer Spatenstich und lokale Bedeutung
Der Spatenstich wurde gemeinsam mit Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger sowie den Vertretern der beteiligten Gemeinden vorgenommen. Für Eisenkappel-Vellach nahmen Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik, Vizebürgermeisterin Manuela Lobnik und Vizebürgermeister Franz-Josef Smrtnik teil; Sittersdorf war durch Bürgermeister Gerhard Koller und Vizebürgermeister Markus Kraiger vertreten, Globasnitz durch Bürgermeister Bernhard Sadovnik.
„So ein Projekt wäre alleine nicht möglich, aber es ist ein wichtiges Angebot für die Bevölkerung“,
sagte Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik bei der Veranstaltung und unterstrich damit die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit für die Gemeindebürgerinnen und -bürger.
Was bedeutet die Sanierung konkret für die Bevölkerung?
- Verbesserte Infrastruktur: Das Zentrum soll nach Abschluss moderner und sicherer sein, was Entsorgungsvorgänge erleichtert.
- Längere Nutzungsphase: Durch die Investition wird der Standort voraussichtlich deutlich länger attraktiv und funktional bleiben.
- Kooperation statt Einzelmaßnahme: Die Projektkosten werden geteilt, wodurch kleinere Gemeinden Zugang zu einer hochwertigen Entsorgungseinrichtung behalten.
Für die Anliefernden bedeutet die Modernisierung voraussichtlich bessere Logistik, eventuell erneuerte Trenntypen und sicherere Flächen für die Abgabe von Altstoffen. Konkrete Änderungen bei Öffnungszeiten oder Anlieferbedingungen wurden beim Spatenstich nicht genannt; entsprechende Informationen werden üblicherweise von den Gemeinden oder dem Altstoffsammelzentrum vor Beginn der Arbeiten kommuniziert.
Ausblick und praktische Hinweise
Die Sanierung markiert einen langfristigen Ausbau der regionalen Entsorgungsinfrastruktur. Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Gemeinden sollten auf Bekanntmachungen hinsichtlich möglicher kurzfristiger Sperren oder geänderter Anlieferregelungen achten. Ansprechpartner sind die jeweiligen Gemeindeämter und die Betreiber des Sammelzentrums; dort werden Termine, Dauer der Bauphase und mögliche alternative Entsorgungsoptionen veröffentlicht, sobald der Zeitplan finalisiert ist.
Die Entscheidung, das Zentrum gemeinsam zu erneuern, zeigt, wie sich auch ländliche Gemeinden durch Zusammenarbeit die notwendige Infrastruktur sichern können. Für viele Haushalte im Bezirk Völkermarkt ist dies ein praktischer Gewinn in puncto Mobilität und Service bei der Abfallentsorgung.