In Leoben versammeln sich derzeit rund 500 Kinder mit ihren Begleitpersonen zum Jungschar- und Ministrantenlager Kaleidio. Die von Ehrenamtlichen organisierte Veranstaltung läuft noch bis Samstag und steht heuer unter dem Motto „Hakuna Matata“. Für die Stadt bedeutet das mehrere Tage mit intensiver Kinderbetreuung, katholischer Jugendarbeit und einem dichten Programm, das verschiedene Bildungseinrichtungen einbindet.
Vielfältiges Programm an mehreren Orten der Stadt
Das Lager kombiniert spirituelle Angebote mit Spiel- und Erlebniswelten. Einige Programmpunkte finden an örtlichen Bildungseinrichtungen statt, etwa an der Montanuniversität Leoben und im Europagymnasium. Zu den Angeboten zählen:
- Interaktive Stationen zur Bibel in der Erlebniswelt „Expedition: Bibel!“
- Experimente und Forschung in der Erlebniswelt „Change for the Future“ an der Montanuniversität
- Die Kinderstadt „Elementia“ mit Schwerpunkten auf Wasser, Feuer, Erde und Luft
- Medienprojekte unter dem Titel „KIZ - Kinder im Zentrum“ im Europagymnasium
Spiritueller Höhepunkt mit kirchlicher Leitung
Einen besonderen Höhepunkt bildete ein gemeinsamer Gottesdienst, zu dem der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl sowie Weihbischof Stephan Turnovszky gekommen waren. Im Mittelpunkt stand die Erzählung von Jesus und seinen Jüngern im Sturm auf dem See Genezareth, die gemeinsam mit den Kindern szenisch dargestellt wurde. Dabei betonte Weihbischof Turnovszky die Begleitung des Glaubens auch in schwierigen Zeiten:
"Jesus ist immer mit uns unterwegs - ob wir gerade an ihn denken oder nicht. Ob das Schiff unseres Lebens ruhig dahinfährt oder die Wellen hochgehen und wir Angst haben"
Biblisches Lernen mit allen Sinnen
Die inhaltliche Arbeit des Lagers ist auf praktische Zugänge zur biblischen Botschaft ausgelegt. So gibt es unter anderem einen Streichelzoo und eine Hostien-Backstube als Teil der „Expedition: Bibel!“. Diese Angebote sollen Kindern unterschiedliche Zugänge zur Religion ermöglichen – von sinnlicher Erfahrung bis zu experimentellen und medienpraktischen Methoden.
Lokale Wirkung und Ehrenamt
Die Veranstaltung, die bereits zum vierten Mal stattfindet, zeigt das Engagement zahlreicher Freiwilliger in Leoben. Für die Stadt bedeutet das nicht nur logistischen Aufwand, sondern auch eine Konzentration auf Kinder- und Jugendförderung sowie kirchliche Jugendarbeit. Schulen, Universitätsstandorte und Gemeinden sind als Partner eingebunden und stellen Räume und Ressourcen zur Verfügung.
| Programmbereich | Ort |
|---|---|
| Change for the Future (Forschen) | Montanuniversität Leoben |
| KIZ – Medienprojekte | Europagymnasium |
| Elementia (Kinderstadt) | Veranstaltungsorte in Leoben |
Für Familien, Ehrenamtliche und Institutionen im Bezirk Leoben ist Kaleidio ein deutliches Signal für aktives Bildungs- und Glaubensleben. Die Veranstaltung bietet zugleich Praxisfelder für lokale Einrichtungen, bringt Gäste in die Stadt und stärkt vernetzte Jugendarbeit vor Ort.