Neuer Wohnraum in zentraler Lage übergeben
In der Bezirkshauptstadt Liezen sind am Bahnhofsweg/Fronleichnamsweg 36 geförderte Mietwohnungen offiziell an ihre künftigen Bewohnerinnen und Bewohner übergeben worden. Errichtet von der Siedlungsgenossenschaft ENNSTAL (SG ENNSTAL) und gefördert vom Land Steiermark, wurde das Vorhaben nach rund 16 Monaten Bauzeit abgeschlossen. Die Gesamtinvestition, die auch den Ausbau eines neuen ÖGK-Ambulatoriums im Erdgeschoß umfasst, liegt bei rund 15 Millionen Euro.
Nachverdichtung mit Nutzen für Innenstadt
Das Projekt trägt zur Nachverdichtung in einer stark erschlossenen Zone nahe Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen bei. Die zentrale Lage soll kurze Wege ermöglichen und bestehende Infrastruktur besser auslasten. Mit dem Abschluss erweitert die SG ENNSTAL ihren Bestand in Liezen auf rund 1.100 verwaltete Wohnungen. Aus städtebaulicher Sicht wird damit das Wohnangebot im Kerngebiet gestärkt – ein Punkt, der vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach leistbarem Wohnraum im Ennstal Bedeutung hat.
Gebäude, Ausstattung und Energie
Die Anlage besteht aus zwei Baukörpern mit sechs bzw. acht Geschoßen. Angeboten werden Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Außenflächen wie Balkonen oder Dachterrassen. Eine Tiefgarage ergänzt das Angebot. Besonderes Augenmerk lag auf der Energieversorgung: Eine Photovoltaikanlage mit 42 kWp speist über eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage, zusätzlich wird Fernwärme genutzt. Geplant wurde der Komplex vom Grazer Architekten Markus Pernthaler.
Ambulatorium der ÖGK als Gesundheitsplus
Im Erdgeschoß ist das neue Ambulatorium der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) vorgesehen. Laut Projektangaben ist die Eröffnung für November geplant. Für die Bevölkerung im Bezirk Liezen bedeutet das eine Stärkung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in unmittelbarer Zentrumsnähe. Kurze Wege zwischen Wohnung, öffentlicher Anbindung und medizinischer Infrastruktur können insbesondere für ältere Personen und Familien mit Kindern alltagsrelevant sein.
Bewertung aus dem Rathaus
„Mit diesem Wohnbauprojekt gewinnt Liezen nicht nur dringend benötigten leistbaren Wohnraum“
Die Stadtspitze betont damit den Mehrwert im Herzen Liezens. Die Kombination aus Lage, moderner Bauweise und nachhaltiger Energieausstattung wird im Rathaus als Impuls für eine lebendige Innenstadtentwicklung gewertet.
Was das Projekt für den Bezirk bedeutet
- Leistbarer Wohnraum: 36 neue geförderte Mietwohnungen entlasten den angespannten Markt in der Bezirkshauptstadt.
- Kurze Wege: Nähe zu Öffis, Nahversorgung und Schulen reduziert Alltagswege und kann Mobilitätskosten senken.
- Energie und Klima: PV-Anlage und Fernwärme erhöhen die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
- Gesundheit vor Ort: Das geplante ÖGK-Ambulatorium ergänzt das medizinische Angebot zentral im Stadtgebiet.
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Wohnungen | 36 geförderte Mietwohnungen |
| Standort | Bahnhofsweg/Fronleichnamsweg, Liezen |
| Bauzeit | rund 16 Monate |
| Investition | ca. 15 Millionen Euro (inkl. ÖGK-Ambulatorium) |
| Gebäudehöhe | 6 und 8 Geschoße |
| Energie | PV 42 kWp, gemeinschaftliche Erzeugung; Fernwärme |
| Architektur | Markus Pernthaler (Graz) |
| Gesundheit | ÖGK-Ambulatorium, Eröffnung geplant im November |
| Bestand SG ENNSTAL in Liezen | rund 1.100 verwaltete Wohnungen |
Für Mieterinnen und Mieter bietet die Anlage durch Lage, Bauqualität und Energieausstattung zeitgemäßen Standard. Für die Kommune steht der Nutzen in der Innenentwicklung und der Reduktion von Flächenverbrauch im Vordergrund. Mit Blick auf den Pendelverkehr sind Synergien durch die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich; zugleich bleibt die Tiefgarage ein wichtiger Faktor für jene Haushalte, die auf das Auto angewiesen sind.
Die offizielle Schlüsselübergabe markiert damit nicht nur den Abschluss der Bauphase, sondern auch den Start für eine Nutzung, die Wohnen, Mobilität und Gesundheitsversorgung am Standort zusammenführt. Für Liezen ist dies ein Baustein, um den Stadtkern als Lebens- und Wohnraum weiter zu profilieren.