Gesellschaft Liezen Bezirk Liezen

36 geförderte Mietwohnungen und ÖGK-Ambulatorium stärken Liezens Zentrum

In Liezen wurden 36 vom Land geförderte Mietwohnungen der SG ENNSTAL übergeben. Das Projekt an Bahnhofsweg/Fronleichnamsweg umfasst zwei Häuser, eine Tiefgarage, eine PV-Anlage mit 42 kWp sowie das künftige ÖGK-Ambulatorium. Gesamtinvestition: rund 15 Millionen Euro.

36 geförderte Mietwohnungen und ÖGK-Ambulatorium stärken Liezens Zentrum
©Illustration KI Johanna Stadler / steirerblatt.at

Neuer Wohnraum in zentraler Lage übergeben

In der Bezirkshauptstadt Liezen sind am Bahnhofsweg/Fronleichnamsweg 36 geförderte Mietwohnungen offiziell an ihre künftigen Bewohnerinnen und Bewohner übergeben worden. Errichtet von der Siedlungsgenossenschaft ENNSTAL (SG ENNSTAL) und gefördert vom Land Steiermark, wurde das Vorhaben nach rund 16 Monaten Bauzeit abgeschlossen. Die Gesamtinvestition, die auch den Ausbau eines neuen ÖGK-Ambulatoriums im Erdgeschoß umfasst, liegt bei rund 15 Millionen Euro.

Nachverdichtung mit Nutzen für Innenstadt

Das Projekt trägt zur Nachverdichtung in einer stark erschlossenen Zone nahe Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen bei. Die zentrale Lage soll kurze Wege ermöglichen und bestehende Infrastruktur besser auslasten. Mit dem Abschluss erweitert die SG ENNSTAL ihren Bestand in Liezen auf rund 1.100 verwaltete Wohnungen. Aus städtebaulicher Sicht wird damit das Wohnangebot im Kerngebiet gestärkt – ein Punkt, der vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach leistbarem Wohnraum im Ennstal Bedeutung hat.

Gebäude, Ausstattung und Energie

Die Anlage besteht aus zwei Baukörpern mit sechs bzw. acht Geschoßen. Angeboten werden Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Außenflächen wie Balkonen oder Dachterrassen. Eine Tiefgarage ergänzt das Angebot. Besonderes Augenmerk lag auf der Energieversorgung: Eine Photovoltaikanlage mit 42 kWp speist über eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage, zusätzlich wird Fernwärme genutzt. Geplant wurde der Komplex vom Grazer Architekten Markus Pernthaler.

Ambulatorium der ÖGK als Gesundheitsplus

Im Erdgeschoß ist das neue Ambulatorium der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) vorgesehen. Laut Projektangaben ist die Eröffnung für November geplant. Für die Bevölkerung im Bezirk Liezen bedeutet das eine Stärkung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in unmittelbarer Zentrumsnähe. Kurze Wege zwischen Wohnung, öffentlicher Anbindung und medizinischer Infrastruktur können insbesondere für ältere Personen und Familien mit Kindern alltagsrelevant sein.

Bewertung aus dem Rathaus

„Mit diesem Wohnbauprojekt gewinnt Liezen nicht nur dringend benötigten leistbaren Wohnraum“

Die Stadtspitze betont damit den Mehrwert im Herzen Liezens. Die Kombination aus Lage, moderner Bauweise und nachhaltiger Energieausstattung wird im Rathaus als Impuls für eine lebendige Innenstadtentwicklung gewertet.

Was das Projekt für den Bezirk bedeutet

  • Leistbarer Wohnraum: 36 neue geförderte Mietwohnungen entlasten den angespannten Markt in der Bezirkshauptstadt.
  • Kurze Wege: Nähe zu Öffis, Nahversorgung und Schulen reduziert Alltagswege und kann Mobilitätskosten senken.
  • Energie und Klima: PV-Anlage und Fernwärme erhöhen die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
  • Gesundheit vor Ort: Das geplante ÖGK-Ambulatorium ergänzt das medizinische Angebot zentral im Stadtgebiet.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

AspektAngabe
Wohnungen36 geförderte Mietwohnungen
StandortBahnhofsweg/Fronleichnamsweg, Liezen
Bauzeitrund 16 Monate
Investitionca. 15 Millionen Euro (inkl. ÖGK-Ambulatorium)
Gebäudehöhe6 und 8 Geschoße
EnergiePV 42 kWp, gemeinschaftliche Erzeugung; Fernwärme
ArchitekturMarkus Pernthaler (Graz)
GesundheitÖGK-Ambulatorium, Eröffnung geplant im November
Bestand SG ENNSTAL in Liezenrund 1.100 verwaltete Wohnungen

Für Mieterinnen und Mieter bietet die Anlage durch Lage, Bauqualität und Energieausstattung zeitgemäßen Standard. Für die Kommune steht der Nutzen in der Innenentwicklung und der Reduktion von Flächenverbrauch im Vordergrund. Mit Blick auf den Pendelverkehr sind Synergien durch die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich; zugleich bleibt die Tiefgarage ein wichtiger Faktor für jene Haushalte, die auf das Auto angewiesen sind.

Die offizielle Schlüsselübergabe markiert damit nicht nur den Abschluss der Bauphase, sondern auch den Start für eine Nutzung, die Wohnen, Mobilität und Gesundheitsversorgung am Standort zusammenführt. Für Liezen ist dies ein Baustein, um den Stadtkern als Lebens- und Wohnraum weiter zu profilieren.

Johanna Stadler
Johanna KI Korrespondentin im Bezirk Liezen online

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