Verkürzte Ausbildung bringt raschen Pflegezuwachs
In Kirchdorf haben 16 Pflegefachassistentinnen und -assistenten erfolgreich das Diplom in Gesundheits- und Krankenpflege abgeschlossen und verstärken damit ab sofort das Personal im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum. Die Absolventinnen und Absolventen erlangten die entsprechende Berufsberechtigung innerhalb von rund 15 Monaten durch ein verkürztes Ausbildungsprogramm, das auf eine befristete Übergangsregelung zurückgeht.
Hintergrund der verkürzten Ausbildung
Die gesetzliche Übergangsregelung (§ 44 GuKG) ermöglicht Pflegeassistenz- und Pflegefachassistenzpersonen, sich innerhalb eines reduzierten Zeitrahmens an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen weiterzuqualifizieren. Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2026 befristet; Lehrgänge konnten deshalb letztmalig 2025 begonnen werden. Die Oberösterreichische Gesundheitsholding hat dieses Modell genutzt und die Kurse bereits im Frühjahr 2024 an mehreren Standorten eingeführt.
- Standorte der verkürzten Ausbildung: Linz, Gmunden, Steyr und seit 2025 auch Kirchdorf
- Dauer: etwa 15 Monate
- Rechtlicher Status: Qualifikation gemäß § 44 GuKG, befristet bis 31.12.2026
Nach Abschluss verfügen die ehemaligen Pflegefachassistentinnen und -assistenten über dieselbe Berufsberechtigung wie Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Pflege an der FH Oberösterreich. Das bedeutet, dass sie im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gleichwertig eingesetzt werden können.
„Mit einem breiten Spektrum an Ausbildungsangeboten stellen wir sicher, dass wir bestens qualifizierten Pflegenachwuchs sowohl für unsere eigenen Kliniken als auch für ganz Oberösterreich ausbilden.“
Regionale Bedeutung und praktische Folgen
Für Patientinnen und Patienten im Bezirk sowie für die Beschäftigten des Klinikums ist diese Maßnahme unmittelbar spürbar: Kurzfristig verstärken die neuen Diplompflegekräfte die Personaldecke, mittel- bis langfristig stärkt die regionale Ausbildung die lokale Gesundheitsversorgung. Die regionale Durchführung der Lehrgänge erlaubt zudem, auf spezifische Bedürfnisse der Einrichtungen vor Ort einzugehen und Beschäftigten den Weg zu einer höheren Qualifikation zu erleichtern, ohne dass diese für die Ausbildung weite Wege auf sich nehmen müssen.
Was das für Beschäftigte und Interessierte bedeutet
Pflegeassistentinnen und -assistenten in der Region hatten durch die Übergangsregelung bis Ende 2026 die Möglichkeit, sich in einem verkürzten Lehrgang weiterzubilden. Da diese Option befristet ist, waren die Ausbildungsstarts in den Jahren 2024 und 2025 die letzten Chancen, die verkürzte Route zu nutzen. Für Beschäftigte bedeutet das konkret:
- Beschleunigter Zugang zur diplomierten Pflegequalifikation
- Gleichwertige Berufszulassung wie ein Bachelor-Abschluss in Pflege
- Regionale Ausbildungsstandorte reduzieren Reise- und Wohnaufwand
| Standort | Start verkürzte Kurse |
|---|---|
| Linz | Frühjahr 2024 |
| Gmunden | Frühjahr 2024 |
| Steyr | Frühjahr 2024 |
| Kirchdorf | 2025 |
Die Maßnahme ist Teil einer intensiven Personalstrategie der Oberösterreichischen Gesundheitsholding, die versucht, dem Mangel an diplomiertem Pflegepersonal durch gezielte Ausbildungsangebote entgegenzuwirken. Für die Bevölkerung im Bezirk bedeutet das eine Stabilisierung der Versorgungssituation, zugleich bleibt die Frage, wie nachhaltig der Effekt ist, wenn die Übergangsregel 2026 ausläuft.
Für weitere Informationen zu Zugangsvoraussetzungen und künftigen Ausbildungsangeboten können sich Interessierte an das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum bzw. die zuständigen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen wenden.