Wenn medizinische Logistik private Nähe möglich macht
Ein Einsatz des Rotkreuz-Wunschmobils hat im Raum Steyr kürzlich einem schwerkranken Mann ermöglicht, an der goldenen Hochzeit seiner Tochter teilzunehmen. Der Patient, genannt Josef M., befindet sich im Palliativprogramm und war wegen seines Gesundheitszustandes nicht mehr mit einem normalen Pkw transportfähig. Die Familie wandte sich deshalb an die Rotkreuz-Bezirksstelle Steyr-Stadt; freiwillige Einsatzkräfte übernahmen Betreuung und Begleitung.
Organisation und Ablauf
Am Tag der Feier holten die freiwilligen Rettungssanitäterinnen Heidelinde Hauser und Antonia Breinesberger den Jubelvater zu Hause ab. Mit medizinischer Betreuung brachte das Wunschmobil ihn zunächst zur Kirche und anschließend ins Gasthaus, sodass Josef M. die Feier komplett miterleben konnte. Laut Angaben der Familie machte die Teilnahme ihm „unglaublich viel“.
- Abholung des Patienten durch das Wunschmobil
- Begleitung zur Kirche und zum Gasthaus mit medizinischer Betreuung
- Rückfahrt gegen 16 Uhr und anschließende Heimkehr
„Wieder konnte Dank Wunschmobilfahrt einem schwerkranken Menschen ein Herzenswunsch erfüllt werden. Ein großes Dankeschön an die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen, die aufgrund ihres freiwilligen Engagements diesen wertvollen Tag ermöglicht haben!“
Bedeutung für Betroffene und Ehrenamtliche
Die Fahrt ermöglichte nicht nur die Anwesenheit bei der Familienfeier, sondern auch persönliche Momente, die für die Betroffenen hohe emotionale Bedeutung besitzen: Josef M. konnte Fotos machen und sich einen persönlichen Wunsch erfüllen – noch einmal Pommes zu essen. Solche einfachen Genüsse gewinnen in palliativer Situation oft enorme Bedeutung für Lebensqualität und Erinnerungswert.
Transparenz über Zeiten und Akteurinnen
Die Rückkehr des Wunschmobils erfolgte gegen 16 Uhr. Als offizieller Kommentar wird Mag. Alexander Stellnberger, stellvertretender Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Steyr-Stadt, zitiert, der den Dank an die freiwilligen Mitarbeiterinnen ausdrückte.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Tag der Feier | Abholung, Teilnahme an Kirche und Gasthaus, Rückfahrt gegen 16 Uhr |
Für Angehörige in vergleichbaren Situationen zeigt dieser Einsatz exemplarisch, wie lokale Hilfsangebote im Bezirk greifen können: Das Wunschmobil stellt nicht nur Transport, sondern auch medizinische Betreuung sicher. Familien, die wegen schwerer Erkrankung auf Unterstützung angewiesen sind, erhalten so eine Möglichkeit, bedeutende Anlässe gemeinsam zu erleben.
Der Bericht betont zugleich die Rolle des Ehrenamts: Ohne die freiwillige Arbeit der Rettungssanitäterinnen wären solche Einsätze nicht möglich. Die Öffentlichkeitsarbeit der Bezirksstelle verdeutlicht damit auch, wie sehr auf lokale Freiwillige gebaut wird, wenn es darum geht, Lebensqualität am Ende des Lebens zu steigern.