JENNERSDORF. Mit einem kleinen Festakt im Außenbereich des Iduna Secondhand-Warenhauses wurde das Repair Café Jennersdorf für sein zehnjähriges Bestehen geehrt. Das Projekt, das 2016 von Michel Heftrich, Ingrid Kornberger und Michael Schinko gestartet wurde, verbindet Reparaturarbeit mit sozialer Unterstützung und Nachhaltigkeit.
Von einer Idee zur dauerhaften Initiative
Die Ursprungsidee des Repair Cafés geht, so eine Erinnerung der Mitbegründer, nach Luxemburg zurück. In Jennersdorf fand die Initiative von Anfang an im Rahmen des Iduna Secondhand-Warenhauses statt – eine Kombination, die laut den Organisatoren gut zusammenpasst. Begonnen wurde mit lediglich zwei Reparateuren; heute trifft sich das Team regelmäßig, um defekte Geräte gemeinsam zu begutachten und nach Möglichkeit instand zu setzen.
Praxis, Zahlen und gesellschaftliche Wirkung
Die Veranstalter geben konkrete Zahlen zur Aktivität des Repair Cafés an:
- Terminhäufigkeit: sechsmal jährlich
- Durchschnittlich pro Termin: rund 12 Geräte
- Erfolgsquote: etwa 65 Prozent der Begutachtungen werden erfolgreich repariert
- Gesamtbilanz (10 Jahre): rund 700 Geräte vor dem Wegwerfen bewahrt
| Jahr | Größenwert |
|---|---|
| 2016 | Start des Repair Cafés |
| Sechsmal/Jahr | Regelmäßige Treffen |
| ~700 | Geräte in 10 Jahren gerettet |
Für die Helferinnen und Helfer steht neben dem Umweltaspekt auch der soziale Nutzen im Vordergrund: Die Arbeit ist ehrenamtlich, und es wird lediglich um eine freiwillige Spende gebeten. Dadurch bleiben Reparaturen auch für Menschen mit geringem Einkommen erschwinglich und tragen zur Ressourcenschonung bei.
„Secondhand und Repair Café sind eine ideale Symbiose“, sagte Mitbegründer Michel Heftrich und verwies auf die Bedeutung von Fachwissen und Engagement.
Lokale Bedeutung und Ausblick
Bürgermeister Reinhard Deutsch lobte das Repair Café als Beispiel gelebter Nachhaltigkeit und ehrenamtlichen Engagements. Für den Bezirk bedeutet das Angebot konkret: weniger Abfall, mehr Austausch vor Ort und eine praktische Anlaufstelle für Haushalte, die Reparaturen einer Neuanschaffung vorziehen. Die Fortführung des Projekts setzt allerdings auf kontinuierliche Freiwilligenbereitschaft und die Unterstützung durch lokale Einrichtungen wie das Iduna-Warenhaus.
Das Jubiläum erinnerte daran, dass kleine, lokal verankerte Initiativen einen messbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Wer Interesse hat, sich zu engagieren oder ein Gerät zur Begutachtung mitzubringen, kann die nächsten Termine beim Repair Café Jennersdorf erfragen (Anlaufstelle: Iduna Secondhand-Warenhaus).