Die Stadtgemeinde Lilienfeld hat die Weichen für eine systematische Aufwertung öffentlicher Grünflächen gestellt. Im Zentrum der aktuellen Planungen steht der Zdarskypark, dessen Neugestaltung nach Abschluss der laufenden Bahnelektrifizierungsarbeiten ab dem Jahr 2027 angestrebt wird. Ausgangspunkt ist ein neu zu erarbeitendes Grünraumleitbild, das als Grundlage für künftige Maßnahmen im Ortsbild dienen soll.
Beteiligung von Bürgern, Experten und Schulen
Der Prozess begann bereits im Frühjahr mit Begehungen und Workshops, an denen neben Fachleuten auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Ebenfalls eingebracht wurden Ideen von Schülern des BG/BRG Lilienfeld. Gesammelt wurden Vorschläge, die den Park stärker als Begegnungsort definieren sollen.
- Vorschläge reichen von zusätzlichen Sitzgelegenheiten über Bewegungs- und Wasserelemente bis zu Bereichen für Urban Gardening.
- Geplant sind auch Naschhecken und andere niedrigschwellige Nutzungsangebote, die Gemeinschaft und Aufenthaltsqualität fördern sollen.
- Die Neugestaltung ist zeitlich an die Baumaßnahmen der Traisentalbahn gekoppelt; realistisch ist ein Beginn ab 2027.
Die Stadt setzt bei der weiteren Ausarbeitung auf fachliche Unterstützung: Die Dorf- & Stadterneuerung begleitet den Beteiligungsprozess und bereitet die Ergebnisse des Leitbildes auf. Für den Zdarskypark selbst wird durch die Initiative „NÖ gestalten“ ein konkretes Konzept erstellt.
„Wir schaffen damit eine qualitative und professionelle Planungsgrundlage für weitere grüne Gestaltungsmaßnahmen im Ortsbild – unter Einbeziehung der Bevölkerung sowie der budgetären Möglichkeiten.“
Dieses Zitat stammt vom Bürgermeister, der das Leitbild als wesentlichen Baustein für eine koordinierte, realistische Umsetzung bezeichnet. Stadtrat Lukas Friedl betont den Beitrag grüner Infrastruktur zur Lebensqualität und Attraktivität der Gemeinde.
Was das für die Lilienfelderinnen und Lilienfelder konkret bedeutet
Ein verbindliches Grünraumleitbild kann Investitionen bündeln und verhindern, dass Maßnahmen punktuell und unkoordiniert erfolgen. Für Anrainer und Nutzer heißt das: bessere Aufenthaltsqualität, mehr Angebote im öffentlichen Raum und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in Planungsentscheidungen. Konkrete Folgen wären etwa neue Aufenthaltszonen, barrierearme Wege, Spiel- und Bewegungsangebote sowie Nutzungsflächen für gemeinschaftliche Gartenprojekte.
Der Zeitrahmen (Beginn der Neugestaltung ab 2027) gibt der Gemeinde Planungssicherheit; gleichzeitig bleibt Raum für die Klärung von Kostenrahmen und Prioritäten. Die Beteiligung von Schulen signalisiert zudem einen generationenübergreifenden Ansatz bei der Gestaltung öffentlicher Räume.
| Aspekt | Status |
|---|---|
| Grünraumleitbild | In Arbeit, Grundlage für Maßnahmen |
| Bürgerbeteiligung | Schritte bereits im Frühjahr: Begehungen, Workshops |
| Konkretes Parkkonzept | „NÖ gestalten“ erstellt Konzept für Zdarskypark |
| Beginn Neugestaltung | Ab 2027 geplant (nach Elektrifizierung der Traisentalbahn) |
Für Einwohnerinnen und Einwohner empfiehlt es sich, die angekündigten Beteiligungsformate weiter zu verfolgen, um eigene Nutzungsvorstellungen einzubringen. Sobald das Leitbild und das Parkkonzept vorliegen, werden Entscheidungen über Reihenfolge und Finanzierung der Maßnahmen zu treffen sein.
Die Neugestaltung des Zdarskyparks könnte damit zu einem sichtbaren Beispiel dafür werden, wie in Lilienfeld Bürgerbeteiligung, fachliche Planung und infrastrukturelle Vorhaben verknüpft werden, um öffentliche Räume nachhaltiger und attraktiver zu gestalten.