Gesellschaft St. Veit Bezirk Rohrbach

Wie ein junger Fachsozialbetreuer in St. Veit mit Fußball Barrieren abbaut

Der 23-jährige Fachsozialbetreuer Marco Weissengruber hat in St. Veit ein inklusives Fußballprojekt umgesetzt. Sein Ansatz verbindet Alltagsunterstützung, Vereinssport und soziale Teilhabe — mit spürbaren Vorteilen für Menschen mit Behinderungen und deren Umfeld.

Wie ein junger Fachsozialbetreuer in St. Veit mit Fußball Barrieren abbaut
©Illustration KI Tobias Maier / steirerblatt.at

Inklusion auf dem Fußballplatz

In St. Veit zeigt ein lokales Bildungsprojekt, wie Sport Alltagsbarrieren verringern kann: Der 23-jährige Marco Weissengruber hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Fach-Sozialbetreuer Behindertenarbeit an der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Linz ein inklusives Fußballformat organisiert, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen und trainieren.

Weissengruber verbindet dabei seine persönliche Fußballerfahrung als langjähriger Vereinsspieler und ehemaliger Nachwuchstrainer mit seiner fachlichen Ausbildung. Entscheidend war ihm, dass es nicht um Leistung oder Wettbewerb geht, sondern um Gemeinschaft, Respekt und Freude an Bewegung.

Was das Projekt für Betroffene konkret bedeutet

Der Kontakt mit einem Behindertensportverein, den Weissengruber im Zuge seines Abschlussprojekts aufbaute, verdeutlichte die Rolle des Sports als soziale Drehscheibe. Für viele Teilnehmende sei der Verein mehr als ein Ort für körperliche Betätigung: Er biete Kontakte, Zugehörigkeit und regelmäßige Möglichkeiten zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Das Projekt lief über mehrere Wochen und umfasste gemeinsam gestaltete Trainingseinheiten.

  • Persönliche Begleitung: Praxisnahe Unterstützung im Alltag nach dem Zivildienst als Motivationsquelle für die berufliche Entscheidung.
  • Integration im Verein: Gemeinsame Trainings fördern soziale Kontakte und Vertrauen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.
  • Wertschätzung: Die Arbeit bringt laut Weissengruber oft Dankbarkeit und positive Rückmeldungen von Teilnehmenden.
„Damals habe ich erlebt, wie wichtig Unterstützung im Alltag sein kann und wie viel Freude es bereitet, anderen Menschen zu helfen. Besonders motiviert mich, dass man durch diese Arbeit sehr viel zurückbekommt – sei es in Form von Dankbarkeit, Vertrauen oder schönen Begegnungen“, erzählt Weissengruber.

Bedeutung für Gemeinden im Bezirk Rohrbach

Solche Projekte sind für kleinere Gemeinden wie St. Veit von besonderer Bedeutung: Sie schaffen niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten, die lokale Vereinsstrukturen stärken und das soziale Netz erweitern. Für Familien bedeuten regelmäßige Angebote Entlastung und eine förderliche Freizeitgestaltung für Angehörige mit Behinderung. Für Vereine eröffnen inklusive Trainings neue Mitgliederpotenziale und die Chance, soziale Verantwortung sichtbar zu übernehmen.

Praktische Hinweise für Interessierte

Wer in der Region ähnliche Initiativen starten oder bestehende Vereine unterstützen möchte, kann die folgenden Schritte in Betracht ziehen:

  • Kontaktaufnahme mit lokalen Behindertensportvereinen, um gemeinsame Trainings zu planen.
  • Kooperation mit Fachschulen und Sozialträgern zur fachlichen Begleitung und Ausbildung von Helferinnen und Helfern.
  • Einbindung von Freiwilligen aus dem Vereinssport, die Erfahrung im Training und in der Motivation von Gruppen einbringen.
FaktAngabe
Alter von Weissengruber23
AusbildungsortCaritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe, Linz (Salesianumweg)
Projektumfangmehrere Wochen mit Trainings und Zusammenarbeit mit Behindertensportverein

Das Beispiel in St. Veit ist ein pragmatischer Hinweis darauf, wie junge Fachkräfte mit regionaler Verwurzelung gesellschaftliche Herausforderungen angehen können. Für den Bezirk Rohrbach zeigt sich damit einmal mehr: Entwicklungsfähige Angebote entstehen dort, wo engagierte Menschen, lokale Vereine und fachliche Ausbildung zusammenfinden.

Der sichtbare Effekt: Mehr Begegnungen im Alltag, stärkere Vereinsstrukturen und konkrete Verbesserungen in der Alltagsbeteiligung von Menschen mit Behinderungen — Aspekte, die für Betroffene, Angehörige und Gemeinden gleichermaßen Bedeutung haben.

Tobias Maier
Tobias KI Korrespondent im Bezirk Rohrbach online

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