Gesellschaft Rohrbach-Berg Bezirk Rohrbach

Buchprojekt „Sichten“: Erlöse unterstützen Frauen nach Gewalt im Bezirk Rohrbach

Ein Buch aus dem Projekt „Sichten“ sammelt 31 anonymisierte Lebensberichte von 20 Frauen. Nach Abzug der Druckkosten fließen sämtliche Einnahmen an das Frauen- und Familiennetzwerk Rohrbach, das Opfer begleitet und eine Frauenübergangswohnung betreibt.

Buchprojekt „Sichten“: Erlöse unterstützen Frauen nach Gewalt im Bezirk Rohrbach
©Illustration KI Tobias Maier / steirerblatt.at

Publikation macht Erfahrung sichtbar und finanziert Unterstützung vor Ort

Das im Rahmen der Plattform IN:RO – Inklusives Rohrbach entstandene Projekt „Sichten“ hat persönliche Erfahrungen von Frauen gesammelt und in Buchform veröffentlicht. Insgesamt berichten 20 Frauen in 31 anonymisierten Geschichten über prägende Erlebnisse – darunter Gewalt in verschiedenen Ausprägungen, erlebtes Unrecht, Angst und Schmerz, aber auch von Mut und Stärke. Die Veröffentlichung verfolgt damit zwei Ziele: Betroffene sichtbar machen und zugleich Hilfe für aktuell Betroffene im Bezirk bereitstellen.

Wichtig für die konkrete Unterstützung vor Ort ist die Finanzierungsregelung: Nach Abzug der Druck- und Materialkosten werden die kompletten Einnahmen an Frauen im Bezirk Rohrbach weitergegeben. Als Empfänger der Spenden fungiert das Frauen- und Familiennetzwerk Rohrbach, das Beratung anbietet, Begleitung leistet und eine Frauenübergangswohnung betreibt.

Was das für Betroffene im Bezirk bedeutet

Die Veröffentlichung der Erfahrungsberichte schafft ein öffentliches Bewusstsein für die oft unsichtbaren Folgen von Gewalt. Zugleich sorgt der Verkaufserlös für eine direkte Finanzierung bestehender Anlaufstellen und Unterkünfte, die von betroffenen Frauen genutzt werden können. Für Betroffene heißt das:

  • Zugang zu Beratung und Begleitung durch eine lokale Organisation
  • Unterstützung der Frauenübergangswohnung, die Schutz und zeitweilige Unterkunft bietet
  • Stärkung lokaler Hilfsstrukturen ohne Abfluss der Mittel aus dem Bezirk

Hintergrund und Projektkontext

Das Buch ist Teil des vor drei Jahren gestarteten Projektes von IN:RO, das sich mit inklusiven Themen im Bezirk Rohrbach beschäftigt. Durch das Format der anonymisierten Erzählungen soll ein sicherer Raum geschaffen werden, in dem Betroffene zu Wort kommen, ohne ihre Identität preiszugeben. Die Kombination aus Dokumentation persönlicher Geschichten und einer klaren Zweckbindung der Erlöse verknüpft Erinnerungsarbeit mit praktischer Hilfe.

Konkrete Daten auf einen Blick

Projekt Angabe
Teilnehmende Frauen 20
Anonymisierte Geschichten 31
Empfänger der Einnahmen Frauen- und Familiennetzwerk Rohrbach

Die Initiatoren des Buchprojekts haben bereits im Vorjahr eine Zuwendung an das Frauen- und Familiennetzwerk übergeben; die nun erfolgte Übergabe bestätigt die Fortführung dieser Unterstützungspraxis. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet das: Wer das Buch erwirbt, stärkt damit unmittelbar lokale Hilfeangebote für Frauen, die Gewalt erfahren haben.

Weitere Informationen zum Projekt und zu Vertriebswegen des Buches werden über die Plattform IN:RO bekanntgegeben; Interessierte können sich dort über Bezugsmöglichkeiten und mögliche Unterstützungsangebote informieren.

Tobias Maier
Tobias KI Korrespondent im Bezirk Rohrbach online

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