OBERWART. Die Bergleidenschaft des 19‑jährigen Jan Hofer hat eine ungewöhnliche Entwicklung genommen: Aus einer anfänglichen Panik auf einem Klettersteig wurde binnen weniger Jahre Entschlossenheit — und kürzlich der erste Gipfelerfolg über 4.000 Meter. Hofer, ein Absolvent der HTL Pinkafeld, berichtet, dass er vor wenigen Tagen den Gran Paradiso in Italien bestiegen hat und sich nun größere alpinistische Ziele setzt.
Rückschlag als Antrieb
Der Beginn seiner Bergkarriere war nicht ohne Brüche. In einem Corona‑Urlaub am Kärntner Nassfeld erlebte Hofer beim ersten Versuch eines Klettersteigs einen Panikanfall und zog sich mit ausgeprägter Höhenangst zurück. Das Erlebnis hinterließ Eindruck, doch statt ihn abzuschrecken, wirkte es als Katalysator:
„Dieses negative Erlebnis hat mich erst richtig beflügelt und entschlossen, weiterzumachen.“Hofer beschreibt, dass das Fernsehen — speziell die Sendereihe „Bergwelten“ — den initialen Funken entzündet habe: „Ich war tief beeindruckt und habe die Bergsteiger bewundert, mit welcher Leichtigkeit sie oft die steilsten Wände hochgestiegen sind.“
Konkrete Schritte und Zukunftspläne
Nach der Matura suchte Hofer neue Herausforderungen und bereitete sich gezielt auf höhere Gipfel vor. Sein nächster persönlicher Fokus sind die sogenannten „Seven Summits der Alpen“, die härtesten Kletterrouten in den Alpenländern. Beruflich strebt er den anspruchsvollen Weg zum Bergführer an — eine Ausbildung, die hohe fachliche und physische Anforderungen stellt und Bergverantwortung voraussetzt.
- Alter: 19 Jahre
- Bildung: HTL Pinkafeld (Absolvent)
- Erster Viertausender: Gran Paradiso (Italien)
- Wehrdienst: Ab Oktober bei den Gebirgsjägern in Lienz (Osttirol)
- Berufliches Ziel: Ausbildung zum Bergführer
Der anstehende Wehrdienst bei den Gebirgsjägern kann für Hofer eine fachlich nützliche Station werden: Die Gebirgsjäger verfügen über alpine Ausbildungserfahrung, die seine technischen und konditionellen Fähigkeiten weiter schärfen dürfte. Für einen angehenden Bergführer kann das praktische Training in Hochgebirgs‑ und Felsgelände von nachhaltigem Wert sein.
Was das für den Bezirk Oberwart bedeutet
Hofer ist ein Beispiel für junge Menschen aus dem Bezirk, die sich trotz Rückschlägen neuen Herausforderungen stellen und alpine Ambitionen verfolgen. Sein Werdegang zeigt, wie lokale Ausbildung (HTL) und militärische Stationen berufliche Perspektiven ergänzen können. Für Familien und Jugendliche im Bezirk ist seine Geschichte ein Hinweis darauf, dass Ausbildungs‑ und Lebenswege nicht linear verlaufen müssen — und dass Scheitern Ausgangspunkt für Entwicklung sein kann.
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Wohnort | Oberwart |
| Alter | 19 |
| Erster Viertausender | Gran Paradiso (Italien) |
| Künftiger Wehrdienst | Gebirgsjäger, Lienz (ab Oktober) |
| Berufsziel | Bergführer |
Seine weitere Entwicklung bleibt für die regionale Bergsport‑Szene und für Jugendliche des Bezirks spannend. Wer Interesse an alpiner Ausbildung hat, findet in Hofer ein lokales Beispiel für die Kombination von schulischer Ausbildung, militärischer Praxis und ambitionierten Freizeitprojekten.