In der Gemeinde Waldneukirchen (Bezirk Steyr‑Land) ist bei einer routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung eine erhöhte Keim‑ und Bakterienzahl festgestellt worden. Betroffen sind dem aktuellen Stand zufolge auch Teile der Gemeinden Grünburg, Wagenhub und Sierning. Das Leitungswasser darf bis auf Weiteres nicht unaufbereitet getrunken werden.
Was wurde gefunden und wie reagiert die Gemeinde?
Die Überprüfung von drei Hochbehältern des Gemeindewassernetzes ergab laut Gemeindeangaben bei einem Behälter eine deutliche Überschreitung der zulässigen Keimbelastung; bei den anderen beiden Behältern wurde eine geringfügige Überschreitung verzeichnet. Die genaue Ursache der Verunreinigung wird derzeit noch untersucht.
„Dadurch können sich natürlich die Bakterien und Keime umso leichter vermehren.“
Dieses Zitat stammt von Bürgermeister Karl Schneckenleitner (ÖVP), der die anhaltende Hitzeperiode und Trockenheit als möglichen beitragenden Faktor nannte. Die Gemeinde arbeitet gemeinsam mit dem Wasserverband und der Energie AG an Gegenmaßnahmen.
Praktische Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung
- Vorübergehende Chlorierung des Leitungswassers in Zusammenarbeit mit der Energie AG, um vorhandene Keime abzutöten.
- Ausgabe von Trinkwasser durch die Gemeinde und in Zusammenarbeit mit lokalen Geschäften, um die Versorgung sicherzustellen.
- Allgemeines Abkochgebot: Leitungswasser muss unbedingt mindestens drei Minuten sprudelnd gekocht werden, bevor es getrunken oder zum Zähneputzen bzw. zur Wundreinigung verwendet wird.
- Besondere Vorsicht für ältere Menschen, Personen mit geschwächtem Immunsystem und Kleinkinder.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass abgekochtes Leitungswasser oder abgepacktes Mineralwasser für die genannten Zwecke zu verwenden ist, bis eine Entwarnung erfolgt. Weitere Details zur Ausgabe von Trinkwasser werden von der Gemeindeverwaltung bekanntgegeben.
Lokale Folgen und Hinweise
Die vorläufige Chlorierung kann zu veränderter Geschmacks- und Geruchswahrnehmung des Trinkwassers führen; dies ist ein übliches Nebenprodukt dieser Maßnahme und stellt nach Einschätzung der Behörden keinen Grund zur Sorge dar. Langfristige Versorgungssicherheit hängt davon ab, wie rasch die Ursache der Verunreinigung geklärt und behoben werden kann.
| Betroffene Bereiche | Maßnahme |
|---|---|
| Waldneukirchen (Hochbehälter) | Chlorierung; Wasserausgabe; Abkochgebot |
| Teile von Grünburg, Wagenhub, Sierning | Abkochgebot; Versorgung mit abgepacktem Wasser |
Für die Bevölkerung sind zwei Punkte wesentlich: Erstens die Einhaltung des Abkochgebots, bis die Behörden Entwarnung geben; zweitens die Nutzung der von der Gemeinde bereitgestellten Versorgungsangebote. Bürgermeister Schneckenleitner und die beteiligten Stellen betonen, dass die Untersuchungen im Gange sind und die Maßnahmen darauf abzielen, die Trinkwassertauglichkeit so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Aktuelle Informationen und mögliche Änderungen der Lage werden von der Gemeinde kommuniziert. Bürgerinnen und Bürger, die unsicher sind, ob ihr Hausanschluss betroffen ist, sollten sich an die Gemeindeverwaltung oder den Wasserverband wenden.