Sanierungsverfahren statt Rennstart: Insolvenz der BG Sportpromotion GmbH
Die in Spielberg ansässige BG Sportpromotion GmbH, bekannt als Veranstalter von Motorsport-Events, ist in ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung gerutscht. Das hat der Gläubigerschutzverband Creditreform mitgeteilt. Betroffen sind sowohl Gläubiger als auch das laufende Veranstaltungsgeschäft in der Region Murtal.
Nach Angaben des Unternehmens und der Mitteilung an den Gläubigerverband wurden dem Gericht in Leoben Aktiva in Höhe von rund 58.000 Euro gegenüber Passiva von rund 228.000 Euro gemeldet. Laut der veröffentlichten Zahlen sind etwa 45 Gläubiger und ein aktiver Dienstnehmer betroffen. Den Gläubigern wird eine Sanierungsquote von 20 Prozent angeboten; ein Sanierungsplan soll noch angepasst werden.
"Über das Vermögen der BG Sportpromation GmbH wurde heute aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Leoben eröffnet", berichtet Venka Beroun vom Gläubigerschutzverband "Creditreform".
Konkrete Auswirkungen vor Ort
Für die Bevölkerung im Bezirk Murtal sowie für lokale Partner, Lieferanten und Dienstleister sind die Folgen mehrschichtig. Kurzfristig stellen sich Fragen zur Durchführung bereits geplanter Veranstaltungen, zu ausstehenden Forderungen lokaler Zulieferbetriebe und zur Beschäftigungssituation des genannten Mitarbeiters. Die Absage der heurigen Murtal Classic wurde bereits als Hinweis auf finanzielle Schwierigkeiten interpretiert; ob künftige Events der BG Sportpromotion stattfinden können, hängt von der Ausgestaltung und dem Erfolg des Sanierungsplans ab.
- Finanzlage: Aktiva ~58.000 € vs. Passiva ~228.000 €
- Betroffene: ~45 Gläubiger, 1 Mitarbeiter
- Sanierungsangebot: 20 % Quote; Plan wird noch adaptiert
Für Gläubiger bedeutet ein solches Verfahren oft, dass Forderungen nur teilweise oder zeitlich verzögert erfüllt werden. Für Veranstaltungsbesucherinnen und -besucher ist derzeit unklar, ob bereits angekündigte Termine nachgeholt oder endgültig abgesagt werden. Lokale Gewerbebetriebe, die Dienstleistungen für Events erbringen, müssen prüfen, in welchem Umfang Forderungen angemeldet werden und welche Risiken bestehen.
Was jetzt zu erwarten ist
Das eröffnete Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung setzt das Verfahren in die Hände eines gerichtlich bestellten Sachwalters oder Insolvenzverwalters, der den Sanierungsplan prüft und das weitere Vorgehen koordiniert. Die angekündigte Anpassung des Plans bedeutet, dass Änderungen bei der Quote oder bei Forderungsrückstellungen möglich sind. Für Gläubiger ist es sinnvoll, die Kommunikation mit Creditreform und dem zuständigen Sachwalter zu verfolgen und Forderungen fristgerecht anzumelden.
| Posten | Betrag / Anzahl |
|---|---|
| Aktiva | ~58.000 € |
| Passiva | ~228.000 € |
| Gläubiger | ~45 |
| Beschäftigte | 1 Dienstnehmer |
| Vorgeschlagene Sanierungsquote | 20 % |
Wie sich das Verfahren konkret auf geplante Motorsport-Veranstaltungen im Herbst und Winter auswirkt, wird von den Entscheidungen des Sanierungsverwalters und möglichen Verhandlungen mit Geldgebern abhängen. Bis dahin bleibt die Situation für viele lokale Partner unsicher.
Weitergehende Informationen liefern die Veröffentlichungen des Landesgerichts Leoben und die Mitteilungen von Creditreform; betroffene Gläubiger sollten rechtliche und finanzielle Beratung in Anspruch nehmen, um ihre Ansprüche bestmöglich zu wahren.