Was passiert ist
Seit der Nacht auf den 24. Juni ermittelt die Polizei in Horn nach zwei Vorfällen auf dem Gelände des Bundesrealgymnasiums (BRG) Horn. Unbekannte Täter brachten am Haupteingang der Schule eine Parole in unmittelbarer Nähe einer gehissten Regenbogenfahne auf den Boden auf: der Schriftzug „Finger weg von Kindern“. Dazu wurden mehrere A4-Zettel und Zeitungsartikel an der Eingangstür befestigt, welche Personen der LGBTQ+-Bewegung pauschal diffamierten.
Erneuter Angriff auf die Anlage
Wenige Tage später, in der Nacht auf den 30. Juni, folgte eine weitere Tat: Auf der Laufbahn des Schulgeländes brachten die Täter einen großflächigen, verhetzenden Schriftzug an. Nach Polizeiangaben dürfte hierfür weiße Dispersionsfarbe und eine Farbwalze verwendet worden sein. Die örtlichen Ermittler sehen aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe einen direkten Zusammenhang und gehen von denselben Tätern aus.
Schaden und Folgen für die Schulgemeinschaft
Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei mit einer Summe zwischen 40.000 und 50.000 Euro angegeben. Solche Schäden betreffen nicht nur die Substanz der Anlage, sondern auch die tägliche Nutzung von Sportflächen und Eingangsbereichen sowie das Sicherheitsgefühl von Schülern und Lehrpersonal. Die Entfernung großflächiger Farbe auf Laufbahnen und Eingangsbereichen ist kosten- und zeitaufwendig und kann zu Einschränkungen im Schulbetrieb führen.
- 24. Juni: Schmiererei am Haupteingang, Anbringen diffamierender Texte.
- 30. Juni: Großer verhetzender Schriftzug auf der Laufbahn, mutmaßlich mit Dispersionsfarbe.
- Polizei schätzt Schaden: 40.000–50.000 Euro.
Die Horner Polizei ersucht um sachdienliche Hinweise an die Polizeiinspektion Horn, Telefon 059133-3430; Hinweise werden vertraulich behandelt.
| Datum | Vorfall | Angabe |
|---|---|---|
| 24. Juni | Schmiererei am Haupteingang | Parole neben Regenbogenfahne, A4-Zettel |
| 30. Juni | Großflächige Sachbeschädigung | ~40 x 3 m Schriftzug auf Laufbahn, Dispersionsfarbe |
| — | Geschätzter Schaden | 40.000–50.000 Euro |
Die Ermittlungen laufen. Für die Menschen in Horn bedeutet dies unmittelbar erhöhte Aufmerksamkeit: Eltern und Schulpersonal müssen mit möglichen Einschränkungen bei Sportunterricht und Außennutzung rechnen, und die Schule als öffentlicher Raum steht nun verstärkt im Fokus von Polizei und Gemeinde. Hinweise aus der Bevölkerung können für die Klärung des Falls entscheidend sein.