Starke Gewitter am Mittwochabend lösten eine Serie von Einsätzen aus, die in mehreren Gemeinden im Pinzgau und Pongau zusammenliefen. Nach Angaben der Einsatzleitungen gab es insgesamt 29 Einsätze in den betroffenen Bezirken. Besonders im Bereich Rauris, Bad Gastein, Dorfgastein und Großarl kam es zu Murenabgängen, Überflutungen und Kellerüberschwemmungen.
Evakuierungen und gesperrte Wege
In Großarl mussten Einsatzkräfte nach einem Murenabgang zwei Wohngebäude räumen. Die betroffenen Bewohner durften zwischenzeitlich nicht in ihre Häuser zurückkehren; inzwischen wurde die Sperre der betroffenen Straße wieder aufgehoben und die Menschen konnten zurückkehren. Auch ein Güterweg war nach einem weiteren Murenabgang gesperrt.
- 29 Einsätze in Pinzgau und Pongau
- Betroffene Gemeinden: Rauris, Bad Gastein, Dorfgastein, Großarl
- Maßnahmen: Evakuierungen, Straßensperren, Keller- und Hangräumungen
Waldbrand im Großarltal
In Großarl besteht weiterhin Brandgefahr: Nach einem Blitzeinschlag beobachtete eine Anwohnerin am Abend ein Feuer oberhalb der Bachalm auf rund 1.700 Metern. Die Brandstelle liegt in sehr steilem und schwer zugänglichem Gelände; deshalb sind Bergungs- und Löschmaßnahmen besonders aufwendig.
Zur Bekämpfung des Feuers wurde ein Hubschrauber eingesetzt, der den betroffenen Baum initial aus der Luft benetzt. Zeitweise wurden Personen mit Handwerkzeug in den unwegsamen Bereich geflogen, um dort Brandherde händisch zu beseitigen und Glutnester mit Löschrucksäcken zu löschen. Weitere Nachlöscharbeiten mit dem Hubschrauber sind geplant.
"Während des Abbruchs des Einsatzes wurden wir zu vielen weiteren Einsätzen gerufen. Wir hatten Murenabgänge, Überschwemmungen, Keller unter Wasser und mussten gestern in Großarl sogar zwei Häuser evakuieren sowie einen Güterweg nach einem Murenabgang sperren."
Was das für Anwohner und Verkehr bedeutet
Sperren an betroffenen Straßen können kurzfristig den Verkehr einschränken; in den Orten kam es zu vorübergehenden Behinderungen. Betroffene Haushalte sollten auf Durchsagen der lokalen Behörden und die Hinweise der Feuerwehren achten. Bei hoher Gewitter- und Starkregenwarnung empfiehlt sich, Kellerbereiche zu sichern und Geröllablagerungen an Hangrändern zu beobachten.
| Gemeinde | Hauptproblem | Maßnahme |
|---|---|---|
| Großarl | Waldbrand, Murenabgang | Hubschraubereinsatz, Evakuierung, Straßensperre |
| Rauris | Unwetterschäden | Feuerwehreinsätze |
| Bad Gastein / Dorfgastein | Überschwemmungen, Keller voll Wasser | Wasserförderung, Sicherungsmaßnahmen |
Die Lage zeigt, wie schnell sich lokale Unwetterereignisse zu einem Bündel an Gefährdungen für Infrastruktur und Wohnraum entwickeln können. Die eingesetzten Feuerwehren mussten am Abend und in der Nacht parallel mehrere Einsatzstellen betreuen. Bewohner der betroffenen Regionen werden gebeten, Warnmeldungen ernst zu nehmen und bei Bedarf Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.