Vielfalt an Techniken und Generationen im Kunsthaus Horn
Das Kunsthaus Horn verwandelte sich am 15. Juli 2026 beim neunten Textilkunstmarkt Waldviertel in einen lebendigen Schauplatz zeitgenössischer Textilkunst. Unter der Leitung von Gerda Kohlmayr stellten Künstlerinnen, Handwerker und Designer ihre Arbeiten aus – von Strick- und Filzobjekten bis zu aufwendig gewebten Stoffen. Die Veranstaltung zeigte, dass Textilkunst heute sowohl traditionelles Handwerk als auch künstlerische Gestaltung umfasst.
Besonders sichtbar war die Bandbreite an Alter und Erfahrung: Die 80-jährige Krista Fiala präsentierte weiterhin hochwertige Strickarbeiten und zählt zu den prägenden Gesichtern des Marktes. Gleichzeitig gaben Studierende der Akademie der bildenden Künste Einblick in Entwurfs- und Herstellungsprozesse, wodurch Besucherinnen und Besucher auch die Entstehung von Ideen bis zum fertigen Objekt verfolgen konnten.
Regionale Akteurinnen und gelebtes Handwerk
Im Kunsthaus wurden sowohl Einzelstücke als auch kooperative Projekte gezeigt. Die Kooperation „Filz Mäuse“ illustrierte die Vielfalt moderner Filzkunst im zweiten Stock, während die Pop-up-Galerie „Weben macht schön! – Lebens(t)raum Handwerk)“ mit Webarbeiten Akzente setzte. Als lebendiges Element demonstrierte Weberin Barbara Schmidt am Webstuhl, wie viel Präzision und Zeit hinter handgewebten Tüchern steckt.
- Ausstellungsangebote: Strickarbeiten, Filzobjekte, gewebte Stoffe, Designstücke.
- Teilnehmer: regionale Kunsthandwerker, Studierende, erfahrene Aussteller wie Krista Fiala.
- Veranstalter: Organisatorin Gerda Kohlmayr und das Kunsthaus Horn.
Auch Besucherinnen und Besucher aus der Stadtverwaltung zeigten Interesse: Bürgermeister Gerhard Lentschig besuchte ausgewählte Stände, unter anderem jene von Michael und Daniela Gauder. Für kulinarische Begleitung sorgten Romana und Norbert Ring mit naturbelassenen Produkten.
„Der Markt zeigt, wie lebendig und vielseitig Textilkunst heute ist.“
Konkrete Bedeutung für Horn
Für Horn bedeutet die Veranstaltung mehr als ein Wochenende mit Verkauf: Sie stärkt lokale Produzentinnen und Produzenten, schafft Kontakte zwischen Handwerk und akademischer Ausbildung und macht das Kunsthaus als dauerhaften Treffpunkt für Kreative sichtbar. Für die regionale Wirtschaft sind solche Märkte wichtig, weil sie Nachfrage nach handgefertigten Produkten fördern und Aufmerksamkeit für ortsansässige Anbieter generieren.
| Aspekt | Beispiel |
|---|---|
| Tradition | Handgewebte Tücher (Barbara Schmidt) |
| Erfahrung | Langjährige Ausstellerin (Krista Fiala) |
| Innovation | Studierende der Akademie zeigen Entwurfsprozesse |
Der Textilkunstmarkt im Kunsthaus Horn demonstrierte damit sowohl die lokale Verwurzelung des Handwerks als auch dessen Anschluss an zeitgenössische künstlerische Praktiken. Solche Veranstaltungen sind für das kulturelle Leben in Horn bedeutsam: Sie bieten Anlaufstellen für Käufer, Inspiration für Nachwuchsdesignerinnen und -designer und stärken das kulturelle Profil der Stadt.