Unwetter trifft Unterland: Murenabgang in Kundler Klamm
Ein heftiges Gewitter mit Starkregen, teils Sturm und Hagel hat am Sonntagabend im Bezirk Kufstein lokal zu mehreren Schadensereignissen geführt. In der Kundler Klamm löste eine Mure einen Erdrutsch aus, woraufhin Gäste eines dortigen Gasthauses evakuiert werden mussten. Personen kamen nach offiziellen Angaben nicht zu Schaden; an Gebäude und zugehörigen Einrichtungen entstand jedoch Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Die Zufahrt zur Klamm wurde gesperrt.
Die örtlichen Feuerwehren waren massiv gefordert: Im Unterländer Bezirk Kufstein wurden zwischen etwa 18.00 Uhr und 19.30 Uhr rund 70 Einsätze abgearbeitet. Schwerpunkte der Einsätze waren das Freimachen von Wegen und das Abpumpen beziehungsweise Beseitigen von Wasser in Kellern, Unterführungen und Gebäuden. Besonders betroffen waren mehrere Gemeinden, wobei ein Großteil der Maßnahmen in Kundl stattfand.
Folgeschäden an Infrastruktur
Bei dem Unwetter brach in der Gemeinde ein Teil einer Gemeindestraße im Bereich Weinberg ab. Dabei wurden eine Gas- und eine Stromleitung freigelegt; die Straße blieb vorerst beidseitig gesperrt. Zusätzlich wurden von der Polizei weitere Erdrutsche gemeldet, etwa auf die L27 bei Bach (Außerfern) und eine Mure auf die Hahntennjochstraße (L 246) bei Pfafflar (Bezirk Reutte). Für die Hahntennjochstraße war laut Land Tirol zeitweise eine Sperre bis voraussichtlich Montagabend vorgesehen.
- Ort: Kundler Klamm (Bezirk Kufstein)
- Einsätze: ca. 70 Feuerwehr-Einsätze im Bezirk Kufstein
- Zeitraum: Sonntagabend, rund 18.00–19.30 Uhr (Einsatzspitze)
- Personen: Evakuierungen, keine Verletzten
- Infrastruktur: Gemeindestraße (Weinberg) abgebrochen; Gas- und Stromleitung freigelegt; Zufahrten gesperrt
Die Sperren und Aufräumarbeiten hatten am Montagvormittag noch Auswirkungen auf den Verkehr: Laut Land Tirol war die Hahntennjochstraße von Imst aus zumindest bis zur Passhöhe wieder befahrbar, eine Durchquerung des Passes blieb jedoch noch nicht möglich. Die Behörden rechneten damit, dass die Aufräumarbeiten noch bis in den Montagabend andauern würden.
Konkrete Bedeutung für die Bevölkerung
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Unterlandes bedeutet das Unwetter vor allem erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr und bei Aufenthalten in oder in der Nähe von Schluchten und bewaldeten Hängen. Gesperrte Zufahrten, unterspülte oder abgebrochene Gemeindestraßen sowie freiliegende Versorgungsleitungen können zu Versorgungsbeeinträchtigungen und längeren Umleitungen führen. Betroffene Haushalte sollten Bohrungen/Leckagen an Gas- oder Stromleitungen nicht selbst überprüfen und Verdachtsfälle umgehend der Feuerwehr oder der Polizei melden.
Die Feuerwehren und Straßenmeistereien bleiben vorerst im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern, Wege wieder passierbar zu machen und die Versorgungssicherheit wiederherzustellen. Weitere Informationen über Sperren und Vorsichtsmaßnahmen geben die lokalen Einsatzstellen und die Gemeinde Kundl.
| Betroffene Bereiche | Status (Stand laut Meldung) |
|---|---|
| Kundler Klamm – Gasthaus | Evakuierung, Zufahrt gesperrt, keine Verletzten |
| Gemeindestraße Weinberg | Teilabbruch, Gas- und Stromleitung freigelegt, beidseitig gesperrt |
| Hahntennjochstraße (L 246) / Pfafflar | Zwischensperre, Aufräumarbeiten, teilw. wieder befahrbar bis Passhöhe |
Die Priorität der Einsatzkräfte liegt weiterhin auf der Sicherung von Gefahrenstellen und der Unterstützung betroffener Haushalte. Bewohnerinnen und Bewohner werden gebeten, Sperrungen zu respektieren und auf Durchsagen von Gemeinde und Einsatzorganisationen zu achten.