In Eisenstadt-St. Georgen fiel am Montagvormittag der erste Spatenstich für das neue Rückhaltebecken „Hummelbühel“. Damit startet die Errichtung der ersten von insgesamt fünf Rückhaltebecken, die künftig die Ortslage bei Starkregen entlasten sollen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Schutzprogramms gegen Überflutungen durch extreme Niederschlagsereignisse.
Was geplant ist
Das Becken Hummelbühel wird ein Stauvolumen von 18.800 Kubikmetern erhalten; die geplante Dammhöhe beträgt 11,90 Meter. Die Fertigstellung dieses ersten Bauabschnitts ist bis Juli 2027 vorgesehen. Insgesamt sind fünf Anlagen in St. Georgen geplant, die die Abflussmengen bei Starkregen zurückhalten und so Überschwemmungen in tiefer gelegenen Bereichen vermindern sollen.
Finanzierung im Überblick
Die Baukosten für das Gesamtprojekt werden mit rund 720.000 Euro angegeben. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch Bund, Land und die Stadtgemeinschaft von Eisenstadt. Die Kostenverteilung lautet:
| Fördergeber | Kostenanteil |
|---|---|
| Bund | 47,9% |
| Land Burgenland | 40% |
| Stadtgemeinde Eisenstadt | 12,1% |
Warum das Projekt wichtig ist
Mit Blick auf die steigende Häufigkeit von Starkregenereignissen infolge des Klimawandels gewinnt kommunaler Hochwasserschutz an Dringlichkeit. In seiner Ansprache beim Spatenstich verwies Infrastruktur-Landesrat Heinrich Dorner auf die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen.
„Die globale Erwärmung und der Klimawandel erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Extremwetter und Überschwemmungen.“ — Heinrich Dorner
Solche Rückhaltebecken sollen unmittelbar dazu beitragen, Schäden an Wohngebäuden, Straßen und privaten Gärten zu reduzieren. Für betroffene Anrainerinnen und Anrainer bedeutet dies konkret weniger Risiko durch plötzlich ansteigende Wasserstände und damit geringere Folgekosten nach Extremereignissen.
Praktische Folgen für Bewohnerinnen und Verkehr
Während der Bauphase sind örtliche Verkehrsbehinderungen nicht auszuschließen; die Stadt wird hierüber vorab informieren. Nach Fertigstellung verringert sich das Risiko von Überflutungen auf Straßen und in Kellern in tiefer gelegenen Bereichen von St. Georgen. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Unternehmen in den gefährdeten Zonen können künftig mit geringeren Versicherungs- und Reparaturkosten rechnen.
- Baubeginn: Spatenstich erfolgt (Juli 2026).
- Fertigstellung (erste Anlage): geplant bis Juli 2027.
- Gesamtkosten: rund 720.000 Euro für fünf Becken.
Die Stadtverwaltung kündigte an, dass weitere Informationen zu den einzelnen Standorten, den Bauphasen und möglichen Verkehrssperren rechtzeitig veröffentlicht werden. Für Anrainerinnen und Anrainer empfiehlt es sich, Mitteilungen der Gemeinde und der Bauleitung aufmerksam zu verfolgen, um lokale Einschränkungen frühzeitig einzuplanen.