Erneut starke Leistung, doch das Glück fehlte
Sinja Kraus hat beim WTA-250-Turnier in Hamburg ein intensives Achtelfinale geliefert, das Österreichs Nummer drei trotz großer Anstrengung am Ende mit 7:5, 5:7, 5:7 gegen die Armenierin Alina Tscharajewa verlor. Die Partie dauerte nahezu drei Stunden und endete erst nach einer langen Regenunterbrechung, aus der Tscharajewa stärker zurückkehrte.
Spielverlauf: Breaks, Gegenbrüche, Drama
Das Duell war geprägt von einem ständigen Hin und Her beim Aufschlag: Kraus erzielte im Verlauf des Matches insgesamt neun Breaks, musste ihrerseits aber auch zehnmal den Service abgeben. Kraus holte sich den ersten Satz nach einem späten Break zum 6:5 und verwertete anschließend ihren Aufschlag zur Satzführung. Im zweiten Durchgang stemmte sie sich gegen einen Rückstand und drehte ein 1:4 in eine 5:4-Führung, gab danach aber erneut das Service ab und musste bei 5:6 fünf Satzbälle abwehren, ehe die Gegnerin den Satzausgleich erzielte.
Regenpause als Wendepunkt
Im entscheidenden Satz führte die Partie bis 5:5, als eine etwa 20-minütige Regenunterbrechung folgte. Nach der Unterbrechung lief es nicht mehr für Kraus: Tscharajewa gewann die entscheidenden Punkte und machte nach insgesamt 2:57 Stunden den Sieg klar. Trotz der Niederlage steht Kraus mit Blick auf ihre jüngste Form positiv da: Vor Hamburg hatte sie das WTA-125-Turnier in Kitzbühel gewonnen und war mit sechs Siegen in Folge angereist.
- Turnier: WTA-250 Hamburg (Sand, Preisgeld 246.388 Euro)
- Matchdauer: 2:57 Stunden
- Ranglistenplätze: Kraus (WTA-80) vs. Tscharajewa (WTA-117)
Wirkung und Ausblick
Für Kraus endet mit dieser Partie eine respektable Serie — sie erlitt nach dem Sieg in Kitzbühel und dem Achtelfinaleinzug in Hamburg erst ihre erste Niederlage nach sechs zuvor errungenen Matches. Diese Partie zeigt, dass sie auch gegen tief positionierte Gegnerinnen in engen Matches bestehen kann; kleine Details und die Unberechenbarkeit einer Unterbrechung entschieden diesmal zugunsten der Gegnerin.
| Spielstärke | Kraus | Tscharajewa |
|---|---|---|
| WTA-Rang | 80 | 117 |
| Satzstand | 7:5, 5:7, 5:7 | |
| Matchdauer | 2:57 | |
Die junge Wienerin kann aus diesem Spiel Selbstvertrauen schöpfen: Ihre Fähigkeit, Rückstände zu drehen und in langen Ballwechseln zu bestehen, ist deutlich erkennbar. Entscheidend wird sein, wie schnell sie sich von der emotional wie körperlich kräftezehrenden Partie erholt und die Lehren daraus in kommende Turniere mitnimmt.