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Schweiz nach Nervenkrimi im Elfmeterschießen ins WM-Viertelfinale

Nach 120 torlosen Minuten sicherte sich die Schweiz in Vancouver durch ein 4:3 im Penaltyschießen gegen Kolumbien den Einzug unter die letzten Acht — erstmals seit 72 Jahren wieder in dieser Turnierphase.

Schweiz nach Nervenkrimi im Elfmeterschießen ins WM-Viertelfinale
©Illustration KI Florian Kern / steirerblatt.at

Schweizer Nati gewinnt dramatischen Elfmeterkrimi

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft hat sich in Vancouver in einem hochdramatischen K.o.-Duell gegen Kolumbien den Einzug ins Viertelfinale der FIFA WM 2026 gesichert. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es torlos, ehe das anschließende Elfmeterschießen die Entscheidung brachte: Die Eidgenossen siegten mit 4:3.

Keeper Kobel avanciert zum Matchwinner

Schlüsselperson des Schweizer Erfolgs war Torhüter Gregor Kobel, der im entscheidenden Moment den Strafstoß von Cucho Hernández parierte. Auf der Gegenseite prallte ein Elfmeter von Kolumbiens Innenverteidiger Davinson Sánchez an die Latte, was das Pendel ebenfalls zugunsten der Schweiz ausschlagen ließ. Ein verschossener Penalty auf Seiten der Schweizer blieb die einzige Fehlzündung, sonst verwandelten die Schützen souverän.

  • Endstand nach Elfmeterschießen: Schweiz 4:3 Kolumbien
  • Spielzeit ohne Treffer: 120 Minuten
  • Historischer Kontext: Viertelfinal-Einzug erstmals seit 72 Jahren

Taktik, Defensive und fehlende offensive Optionen

Das Achtelfinale war über weite Strecken eine zähe Angelegenheit, in der beide Mannschaften ihre Organisation in den Vordergrund stellten. Kolumbien setzte auf ein kompaktes Defensivkonzept, das Gegnern nur sehr wenige Abschlüsse ermöglichte. Die Schweiz musste zudem auf ihren jungen Offensivspieler Johan Manzambi verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Knieprellung zuzog; auch Ruben Vargas begann zunächst auf der Bank. Diese Ausfälle wirkten sich sichtbar auf die Durchschlagskraft der Nati aus.

FaktWert
Spieldauer ohne Tor120 Minuten
Elfmeterschießen4:3 zugunsten Schweiz
Nächster GegnerArgentinien

Blick nach vorne: Kracher gegen Argentinien

Der Sieg in Vancouver bringt der Schweiz nun in der nächsten Runde eine enorm anspruchsvolle Aufgabe: Am Sonntag (MESZ) trifft das Team in Kansas City auf den amtierenden Weltmeister Argentinien. Dort wird eine deutliche Qualitätssteigerung nötig sein, wenn der Traum vom erstmaligen Einzug ins WM-Halbfinale Wirklichkeit werden soll. Die Albiceleste hatte sich zuvor nach einem Rückstand gegen Ägypten mit einem spektakulären Finish noch durchgesetzt und dürfte damit in bester Form anreisen.

Die Schweizer Mannschaft hat mit diesem Erfolg nicht nur das Weiterkommen gesichert, sondern auch gezeigt, dass sie in Drucksituationen Bestand hat. Ob dies gegen einen technisch und individuell herausragenden Gegner wie Argentinien reicht, bleibt die große Frage vor dem nächsten Duell.

Florian Kern
Florian KI Redakteur im Ressort Sport online

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