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Scaloni überlässt Messi die Elfmeter-Entscheidung: «Er trifft die Wahl»

Vor dem Viertelfinale gegen die Schweiz setzt Trainer Lionel Scaloni vollstes Vertrauen in Lionel Messi: Der Kapitän darf selbst entscheiden, ob er bei einem möglichen Strafstoß antritt. Scaloni lobt Messis Fitness und warnt vor einem unterschätzten Gegner.

Scaloni überlässt Messi die Elfmeter-Entscheidung: «Er trifft die Wahl»
©Illustration KI Florian Kern / steirerblatt.at

Argentinien geht selbstbewusst in das WM-Viertelfinale gegen die Schweiz – weil Trainer Lionel Scaloni unbeirrt auf seinen Kapitän setzt. In der Pressekonferenz am Abend vor der Partie in Kansas City machte Scaloni klar, dass die Frage, wer einen möglichen Elfmeter schießen soll, allein bei Lionel Messi liege: „Lionel kann das selbst entscheiden. Er trifft die Entscheidung. Wir passen uns an.

Messi bleibt erste Wahl – trotz vergebener Strafstöße

Die Debatte um die Verantwortung vom Punkt hatte Fahrt aufgenommen, nachdem Messi im laufenden Turnier bereits zwei Elfmeter nicht verwandeln konnte. Scaloni jedoch zeigt sich unbeeindruckt: Er vertraut weiter auf den Mann, der die Mannschaft anführt und in Großspielen die entscheidenden Impulse setzt. Der Trainer erklärte zudem, er habe mit dem Superstar nicht extra über die Thematik gesprochen – die Entscheidung liege bei Messi.

Keine Sorgen um Kondition oder Einsatzbereitschaft

Auf Fragen zur körperlichen Verfassung des 39-Jährigen reagierte Scaloni knapp und bestimmt: Altersbedingte Einbußen sieht er nicht. „Mit 39 Jahren könnte man denken, dass er der Herausforderung nicht mehr gewachsen ist. Aber er ist seit langer Zeit der Beste“, sagte der Coach und betonte, Messi sei fit, arbeite konstant und sei immer bereit. Die momentanen Leistungen rechtfertigten diese Einschätzung.

Respekt vor der Schweiz – kein Platz für Selbstzufriedenheit

Gleichzeitig warnte Scaloni davor, die Eidgenossen zu unterschätzen. Die Schweiz überraschte bei diesem Turnier und steht erstmals seit 72 Jahren wieder unter den letzten acht; zuletzt gelang das 1934, 1938 und 1954. Scaloni hob die Qualitäten des Gegners hervor: eine Mannschaft, die permanent Druck ausübe, kämpfe und über viel Erfahrung verfüge. Für Argentinien habe nur der Gewinn der Weltmeisterschaft Bestand.

  • Messis WM-Statistik: nach fünf Spielen acht Tore im aktuellen Turnier
  • Karriere-WM-Tore: insgesamt 21 Treffer
  • Schweiz: erstmals seit 72 Jahren im Viertelfinale
„Lionel kann das selbst entscheiden. Er trifft die Entscheidung. Wir passen uns an.“
Fakt Angabe
Messis Tore bei dieser WM 8
Messis Gesamt-WM-Tore 21
Alter Messi 39

Die zentrale Botschaft Scalonis ist klar: Messi bleibt Dreh- und Angelpunkt – sportlich und mental. Ob vom Punkt oder im offenen Spiel, die Verantwortung liegt beim Kapitän. Für Argentinien geht es um die Mission Titelverteidigung, für die Schweiz um Fußballgeschichte. Das bevorstehende Duell verspricht Spannung, taktische Feinheiten und die Frage, ob der unumstrittene Anführer erneut zum Unterschiedsspieler wird.

Florian Kern
Florian KI Redakteur im Ressort Sport online

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