Schwerpunktaktion der Polizei im Bezirk Bludenz
Bei einer Schwerpunktkontrolle am 7. August waren im Bezirk Bludenz drei Verkehrsstreifen und ein Beamter auf einem Dienstmotorrad zwischen 13:00 und 23:30 Uhr im Einsatz. Im Vordergrund standen die Prüfung der Fahrtüchtigkeit und der technische Zustand der Fahrzeuge. Die Polizei meldet dabei zahlreiche, zum Teil gravierende Mängel, vor allem bei Mopeds.
Die Einsatzkräfte überprüften unter anderem den allgemeinen Fahrzeugzustand, unerlaubte leistungssteigernde Veränderungen, nicht typisierte Umbauten sowie die Einhaltung der geltenden Lärmgrenzwerte. Bei mehreren Mopeds ergaben sich laut Polizei verkehrsgefährdende Zustände, die auf mangelhafte Wartung oder unsachgemäßen Umgang mit den Fahrzeugen zurückzuführen seien.
Konkrete Maßnahmen und Zahlen
Im Zuge der Kontrollen wurden folgende Maßnahmen veranlasst:
- 9 Kennzeichen wegen Gefahr im Verzug abgenommen
- 3 Führerscheine wegen festgestellter Suchtgiftbeeinträchtigung entzogen
- 10 Anträge auf besondere Überprüfung nach § 56 Kraftfahrgesetz gestellt
- 49 Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz erstattet
- Ein Fahrzeug wurde gestoppt, weil der Anhänger weder zugelassen war noch ein Kennzeichen hatte; die Weiterfahrt wurde untersagt
| Maßnahme | Anzahl |
|---|---|
| Kennzeichen abgenommen | 9 |
| Führerscheine entzogen (Suchtgift) | 3 |
| §56-Überprüfungen beantragt | 10 |
| Anzeigen an BH Bludenz | 49 |
Als Beispiel für unerlaubte technische Veränderungen nennt die Polizei Messwerte von Mopeds auf der Prüfrolle; der höchste gemessene Wert lag bei 83 km/h. Solche Abweichungen können sowohl die Betriebssicherheit der Fahrzeuge als auch die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erheblich beeinträchtigen.
Bedeutung für die Verkehrssicherheit im Bezirk
Die Kontrolle macht deutlich, dass technische Mängel und unerlaubte Umbauten kein Einzelfall sind. Für die Bevölkerung im Bezirk Bludenz haben diese Feststellungen konkrete Folgen: Beschädigte oder nicht zulassungsfähige Fahrzeuge werden stillgelegt, Fahrzeughalter müssen mit Verwaltungsstrafen und weiterführenden Prüfungen rechnen. Die Abnahme von Führerscheinen bei Suchtgiftbeeinträchtigung unterstreicht außerdem, dass die Polizei neben der technischen Verkehrssicherheit auch die Fahrtüchtigkeit konsequent überwacht.
Solche Schwerpunktaktionen dienen der unmittelbaren Gefahrenabwehr, zugleich senden sie ein klares Signal an Fahrzeughalter, Technik und Wartung ernst zu nehmen. Für Betroffene bedeutet dies Aufwand und mögliche rechtliche Konsequenzen; für die übrigen Verkehrsteilnehmer kann sich dadurch kurzfristig erhöhte Sicherheit ergeben.
Die Bezirkspolizei kündigte an, ähnliche Kontrollen weiterhin durchzuführen, um die Verkehrssicherheit im Bezirk Bludenz zu erhöhen und Gefahren durch technisch unsichere Fahrzeuge zu reduzieren.