Das Offene Haus Oberwart (OHO) hat seine Infrastruktur in zentralen Bereichen modernisiert und setzt künftig stärker auf erneuerbare Energie und Effizienz. Präsentiert wurden die Maßnahmen im Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 290.000 Euro, gefördert durch das Land und die EU. Nach Angaben der Projektbeteiligten senken die Umstellungen sowohl den Energiebedarf als auch die Emissionen deutlich – ein spürbarer Schritt für ein Kulturhaus, das im Bezirk Oberwart regelmäßig zahlreiche Veranstaltungen trägt.
Technikpaket: Wärmepumpe, LED und Photovoltaik
Kern der Erneuerung ist der Wechsel von einer älteren Gasheizung zu einer Luftwärmepumpe. Ergänzend wurden die bisherigen Halogenscheinwerfer auf LED-Technologie umgestellt. Auf dem Dach sorgt eine Photovoltaikanlage mit 20 kWp Leistung für eigenen Stromertrag. Das Energieberatungs- und Umsetzungsunternehmen Epicon Energy begleitete die Arbeiten von der Planung bis zur Fertigstellung, Elektrotechnik-Partner war Elektro Schweitzer.
„Das Projekt zeigt, wie mit gezielter Planung eine derartige Herausforderung lösbar ist.“
Die technischen Eingriffe erfolgten während des laufenden Kulturbetriebs. OHO-Obmann Thomas Monetti hielt fest, dass lediglich eine Veranstaltung verschoben werden musste. Das Haus war während der Bauphase nur an zwei Tagen unbeheizt – ein knapper Umbauplan, der die Belastung für das Team reduzierte und den Veranstaltungsalltag weitgehend sicherte.
Deutlich geringerer Energiebedarf und weniger Emissionen
Projektangaben zufolge sinkt der jährliche Strom- und Wärmebedarf im OHO von zuvor etwa 110.000 kWh auf rund 40.000 kWh. Beim CO₂-Ausstoß wird eine Entlastung von etwa 17 Tonnen pro Jahr erwartet. Damit wird das Haus im Betrieb energieärmer und klimaschonender aufgestellt. Zudem ist ein Kühlsystem bereits vorbereitet und kann künftig ergänzt werden – ein Vorsorgepunkt, der bei sommerlichen Veranstaltungen zusätzlichen Komfort bringen könnte.
| Maßnahme | Kennzahl |
|---|---|
| Investitionsvolumen | ca. 290.000 Euro |
| Photovoltaik | 20 kWp |
| Energieverbrauch | von ~110.000 auf ~40.000 kWh/Jahr |
| CO₂-Reduktion | ~17 Tonnen/Jahr |
Was das für Besucherinnen und Besucher bedeutet
Die Umrüstung ist mehr als ein technisches Detail: Für Kulturinteressierte im Bezirk Oberwart kann sich die Modernisierung auf mehrere Ebenen auswirken. Die energieeffiziente Beleuchtung schafft neue Möglichkeiten bei Inszenierung und Lichtgestaltung. Die Wärmepumpe sorgt für stabilere Innenraumtemperaturen, die vorbereitete Kühlung eröffnet Perspektiven für künftige Hitzetage. Durch die gesunkenen Verbräuche steigt die Planbarkeit der Betriebskosten, was Veranstaltern mittelbar zugutekommt.
- Verlässlicher Betrieb: Der Kulturkalender blieb trotz Umbau praktisch aufrecht; nur ein Termin wich aus.
- Komfort: Modernisierte Haustechnik zielt auf angenehmere Saalbedingungen im Jahresverlauf.
- Klimawirkung vor Ort: Geringere Emissionen und weniger Energiebedarf in einer viel genutzten Einrichtung.
Umsetzung im laufenden Betrieb
Der Ablauf der Arbeiten zeigt, dass die Sanierung eng mit dem Kulturbetrieb verzahnt war. Nach Angaben aus dem Projektteam wurden die Eingriffe so getaktet, dass Proben und Aufführungen weitgehend stattfinden konnten. Epicon-Energy-Geschäftsführer Dominik Kainz hob die Zielsetzung hervor, das Gebäude „energieeffizienter, klimafreundlicher und im Betrieb zukunftssicher“ zu machen. Die Einbindung regionaler Professionisten wie Elektro Schweitzer unterstreicht zudem die lokale Verankerung.
Einordnung für den Bezirk Oberwart
Die Modernisierung des OHO ist für den Bezirk Oberwart in mehrfacher Hinsicht relevant: Sie stärkt eine zentrale Kulturstätte, reduziert laufende Energieflüsse und senkt Emissionen – mit Vorbildcharakter für öffentliche wie private Gebäude. Förderungen von Land und EU haben die Umsetzung ermöglicht. Für Kulturveranstalter und Publikum bedeutet das: bessere Rahmenbedingungen in einem Haus, das als Plattform für Darstellende Kunst, Musik und regionale Initiativen dient.
Auch wenn keine konkreten Angaben zu künftigen Einsparungen in Euro genannt wurden, sind die dokumentierten Kennzahlen zum Verbrauch und zur CO₂-Minderung ein Indikator für mehr Effizienz. In Summe dürfte das OHO im täglichen Betrieb robuster gegenüber Energiepreisschwankungen werden – bei gleichzeitig verbesserten technischen Möglichkeiten hinter den Kulissen.